Gewalt und Grenzverletzungen
NEUMARKT. Fragen der Prävention von Gewalt und Grenzverletzungen gegenüber Kindern und Jugendlichen greift ein Workshoptag am 29. Juni auf, den die Diözese Eichstätt im Kloster Plankstetten veransaltet.
Ausgangspunkt ist das Präventionskonzept "Auf dem Weg zu einer Kultur der Achtsamkeit". Die Veranstaltung richtet sich an Geistliche, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Diözese Eichstätt, die mit Kindern und Jugendlichen in den Pfarreien, Seelsorgeeinheiten und Verbänden zu tun haben.
Neben vier Workshops zur praktischen Umsetzung von Prävention wird es einen "Raum der Betroffenen" geben, in dem die Teilnehmer sich auf verschiedene Art mit den Folgen des sexuellen Missbrauchs auseinandersetzen können. Den Abschluss des Tages bildet die Aufführung des Theaterstücks "Ich werde es sagen" der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück, das eindrücklich den Prozess des Outings eines Betroffenen darstellt. Zu der Aufführung sind alle Interessierten eingeladen, auch Jugendliche ab 16 Jahren.
Die Tagung in Plankstetten ist Teil der Umsetzung einer Präventionskampagne zum Schutz vor Gewalt und Grenzverletzungen an Kindern und Jugendlichen, die das Bistum Eichstätt 2012 gestartet hat. Dazu hat eine von Bischof Gregor Maria Hanke einberufene Koordinierungsgruppe bereits ein Konzept mit dem Titel "Auf dem Weg zu einer Kultur der Achtsamkeit – Weil Du es uns wert bist" erarbeitet.
Anhand einer Reihe von Bausteinen sollen in den nächsten Jahren Pfarreien und Verbände ein auf ihre Einrichtungen zugeschnittenes Schutzkonzept entwickeln. "In einigen Gemeinden und Seelsorgeeinheiten sind die ersten Schritte bereits getan. Auf diesem Weg stellten sich Fragen, die wir gerne mit einem Workshoptag beantworten wollen", so der Präventionsbeauftragte Dr. Peter Nothaft und die Referentin für den Bereich Prävention sexualisierte Gewalt, Gabriele Siegert, in ihrer Einladung.
pde
14.06.13
Neumarkt: Gewalt und Grenzverletzungen