Waffenrecht wird „evaluiert“
NEUMARKT. Nach der Tragödie in Berngau wird es kurzfristig zu keinen Änderungen im Waffenrecht kommen, sagte der bayerische Innenminister.
Bei einem Parlamentarischen Abend „für Brauchtum und Ehrenamt“ des Deutschen Schützenbundes und des Deutschen Jagdverbandes setzte Innenminister Joachim Herrmann lediglich auf eine „
Evaluierung“ des Waffenrechts. Man müsse Sicherheit gewährleisten und dabei die „Interessen der rechtstreuen Waffenbesitzer wahren“ - Schießsport sei eine „tragende Säule der Gesellschaft“, sagte er.
Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung sehe vor, dass das geltende Waffenrecht umfassend evaluiert wird, bevor es zu weitergehenden gesetzlichen Änderungen kommt, sagte der Politiker vor der versammelten Waffen-Lobby. Eine sinnvolle Evaluierung muss beide Seiten der Medaille im Blick behalten – größtmögliche Sicherheit gewährleisten und dabei die Interessen der rechtstreuen Jäger und Schützen wahren.
Der ganz überwiegende Teil der legalen Waffenbesitzer in Deutschland gehe verantwortungsvoll mit dem Waffenbesitz um und unterliege regelmäßigen Prüfungen und Kontrollen. Zugleich müssen man „dort konsequent handeln, wo tatsächliche Gefahren bestehen“, sagte Herrmann mit Blick auf den schrecklichen Vorfall vom 8. Oktober im Landkreis Neumarkt, bei der zwei Mitarbeiter des Landratsamtes ihr Leben verloren.
Der mutmaßliche Täter, der damals von der SEK überwältigt und dabei durch Schüsse erheblich verletzt wurde, liegt noch immer im Krankenhaus und konnte noch nicht vernommen werden. Er besaß legal zehn Schußwaffen.
03.11.26
Neumarkt: Waffenrecht wird „evaluiert“