Der Opfer gedenken
NEUMARKT. Die Linke in Neumarkt veranstaltet am 9.November einen Gedenkzug, der an die Opfer der Reichspogromnacht erinnern soll.
Der Zug beginnt um 19 Uhr am Klostertor.
Die Novemberpogrome 1938 waren nicht nur ferne Ereignisse in anderen Städten. Auch in Neumarkt wurden jüdische Mitbürger in dieser Nacht und in den Tagen danach gedemütigt, entrechtet und bedroht. Für viele von ihnen bedeutete das den Verlust ihrer Existenz, für zahlreiche Menschen am Ende den Verlust des Lebens.
Diese Geschichte gehöre zur Geschichte der Stadt, und sie dürfe nicht in Vergessenheit geraten, hieß es von den Veranstaltern.
Der Weg des Gedenkzuges führt vom Klostertor zum Rathausplatz, wo ein Zwischenstopp eingelegt wird. Anschließend geht es weiter durch die Hallertorstraße, vorbei an der Gedenktafel für die alte Synagoge, bis zum Gedenkstein für jüdisches Leben an der Ringstraße, wo der Zug endet. Im Verlauf des Abends tragen drei kurze Lesungen dazu bei, den Opfern Gesicht und Stimme zu geben und die historischen Ereignisse in die Gegenwart zu holen.
20.10.26
Neumarkt: Der Opfer gedenken