Neue Betrugsmasche

NEUMARKT. Neue Betrugsmasche in der Region: Callcenter-Betrüger fordern immer öfter dazu auf, Geld auf ein „Sicherheitskonto“ zu überweisen.

Dazu geben sich die Ganoven als Bankmitarbeiter, Polizeibeamte und Bundesbank-Beschäftigte aus, um ihre Opfer mit erfundenen Krediten unter Druck zu setzen, hieß es am Mittwoch-Vormittag von der Kripo.

Die Täter geben sich zunächst als Mitarbeiter einer Bank aus und teilen insbesondere russischsprachigen Personen mit, dass in ihrem Namen ein Kredit in Höhe von 17.000 Euro aufgenommen worden sei. Im weiteren Verlauf werden die Betroffenen an angebliche Sicherheitsmitarbeiter, Polizeibeamte und Mitarbeiter der „Deutschen Bundesbank“ weitergeleitet. Die Kommunikation erfolgt dabei sowohl telefonisch wie auch über den Messengerdienst Telegram. Teilweise treten die Täter dort sogar per Videoanruf auf, um ihre vermeintliche Identität zu bestätigen.

Auffällig ist zudem, dass in den bislang bekannt gewordenen Fällen die gespoofte Rufnummer 030/186810 verwendet wurde. Dabei handelt es sich tatsächlich um die Vermittlungsnummer des Bundesministeriums des Innern. Im weiteren Verlauf behaupten die Täter, dass noch weitere Kredite oder hohe Forderungen bei verschiedenen Banken bestünden. Teilweise wird dabei der Eindruck erweckt, ein ehemaliger Bankmitarbeiter könne für die angeblichen Vorgänge verantwortlich sein.


Als vermeintliche Lösung bieten die Täter die Einrichtung eines sogenannten „Sicherheits-“ oder „Referenzkontos“ an. Die Betroffenen werden aufgefordert, ihre Kontostände mitzuteilen und anschließend ihre Guthaben auf dieses Konto zu überweisen. Tatsächlich dient das Vorgehen dazu, die Betroffenen zur Übertragung ihres Vermögens auf ein von den Tätern kontrolliertes Konto zu bewegen.

Die Oberpfälzer Polizei rät, bei unerwarteten Anrufen vermeintlicher Bank- oder Behördenmitarbeiter besonders vorsichtig zu sein. Man solle sich nicht unter Druck setzen lassen, im Zweifel das Gespräch beenden und die Angaben selbstständig über offizielle Kontaktwege überprüfen. Banken und Behörden fordern niemals dazu auf, Geld auf ein sogenanntes Sicherheits- oder Referenzkonto zu überweisen.

Auch eine auf dem Display angezeigte, tatsächlich existierende Behördennummer bietet keine Sicherheit: Durch sogenanntes Spoofing können Täter eine falsche Identität vortäuschen.
02.09.26
Neumarkt: Neue Betrugsmasche
Telefon Redaktion

Merz

Burgis


Telefon Redaktion

Merz

Burgis


neumarktonline - die Internet-Tageszeitung. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Neumarkt in der Oberpfalz im Internet
ISSN 1614-2853
23. Jahrgang
Zur Titelseite neumarktonline
ISSN 1614-2853
23. Jahrgang
neumarktonline - die Internet-Tageszeitung. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Neumarkt in der Oberpfalz im Internet
ISSN 1614-2853
18. Jahrgang