„Railone“ will das Werk in Neumarkt schließen


Das Unternehmen „Railone“ baut ein Werk in Nürnberg - und wird damit das Werk in Neumarkt aufgeben

NEUMARKT. Das traditionsreiche Unternehmen „Railone“ plant ein neues Werk in Nürnberg - und will dafür das Werk in Neumarkt schließen.

Man sei sehr bemüht, den etwa 30 bis 50 Mitarbeitern in Neumarkt einen Wechsel in die neue Produktionsstätte in Nürnberg zu ermöglichen, sagte ein Unternehmenssprecher zu neumarktonline.

Der Hauptsitz des Unternehmens soll aber weiterhin in Neumarkt bleiben - auch wenn man sich mit der Produktion von der Stadt verabschiedet. Der Produzent von Fahrwegsystemen und Bahnschwellen hat derzeit weitere Produktionsstätten in Coswig, Schwandorf und Aschaffenburg. Daneben bestehen internationale Standorte in Rumänien, Saudi-Arabien, Spanien, Südkorea, Ungarn , UK, der Türkei, den USA und Indien.

Bis wann der Umzug nach Nürnberg erfolgt und das Neumarkter Werk schließt, steht noch in den Sternen: abhängig von den Genehmigungen geht man bei Railone von etwa zwei Jahren aus.

In einer Mitteilung hieß es am Freitag, dass die Firma ihren Wachstumskurs fortsetzen will und in den Bau eines neuen, hochmodernen Betonschwellenwerks im Nürnberger Hafengebiet an der Triester Straße investiert. Dort wird aktuell bereits einen Schwellenlagerplatz betrieben. Mit der neuen Produktionsstätte will „Railone“ seine Position als einer der führenden Hersteller von Betonschwellen für den nationalen und internationalen Bahnmarkt stärken. Die Gesamtfläche des Areals - bestehend aus Lagerplatz und künftigem Werksgelände - umfasst rund 42.000 Quadratmeter. Die Planungen dazu haben bereits begonnen.

Das Werk in Neumarkt stehe seit Jahrzehnten fur die Erfolgsgeschichte von „Railone“ und habe das Unternehmen maßgeblich geprägt, hieß es. Umso wichtiger sei es, mit dem neuen Standort in Nürnberg die Weichen neu zu stellen. Mit dieser Investition setze man ein klares Zeichen für eine langfristige Präsenz im deutschen Markt. In Nürnberg entstehe ein leistungsstarker und zukunftsorientierter Standort, der die zuverlässige Versorgung der Bahn und der internationalen Kunden mit Spannbetonschwellen sicherstelle.


Im neuen Werk sollen künftig jährlich bis zu 600.000 Betonschwellen für Gleisstrecken in Deutschland sowie im internationalen Markt gefertigt werden. Das Nürnberger Werk wird dabei als modernstes Betonschwellenwerk innerhalb der „Railone“-Gruppe geplant und konzipiert. Neben aktueller Fertigungstechnologie stehen insbesondere Effizienz, Qualität, Nachhaltigkeit und zukunftsorientierte Produktionsprozesse im Mittelpunkt, hieß es.

Das Werk in Neumarkt wurde bereits 1954 errichtet und sei damit das älteste Betonschwellenwerk von „Railone“. Mit der Schließung ende ein bedeutendes Kapitel der Unternehmensgeschichte.
10.07.26
Neumarkt: „Railone“ will das Werk in Neumarkt schließen
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