Bahn bittet um „Entschuldigung“

Im Februar starteten die Bauarbeiten an der Strecke
Foto: Pablo Castagnola/Bahn
NEUMARKT. Drei Tage vor der geplanten Wieder-Inbetriebsnahme der Bahnstrecke Nürnberg-Regensburg rückt die Bahn damit heraus: man wird nicht fertig.
neumarktonline berichtete in einer
Eil-Meldung.
Ganz am Schluß verschämt angehängt an eine Jubel-Presse-Mitteilung über die völlig im Plan liegenden Korridorsanierung Hagen–Wuppertal–Köln und die Qualitätsoffensive Hamburg–Hannover teilte die Bahn am Dienstag-Nachmittag mit, dass es mit den Bahnfahrten zwischen Nürnberg, Neumarkt und Regensburg am Samstag nichts wird.
„Auf dem Korridor Nürnberg–Regensburg dauert die sicherheitstechnische Überprüfung der neuen Stellwerkstechnik (...) an, obwohl Gleise, Weichen und Oberleitungen bereits fertiggestellt sind“, heißt es in der Pressemitteilung. Deshalb könne der Zugverkehr noch nicht wie geplant wieder aufgenommen werden. Spätestens zum Beginn der bayerischen Sommerferien am 31. Juli werde die Strecke aber wieder durchgehend nutzbar sein, versprach die Bahn diesmal.
Es sei „sehr enttäuschend“, erkannte der Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO, Gerd-Dietrich Bolte, in der kurzen Mitteilung. „Wir bitten in aller Form um Entschuldigung“.
Es gelte aber auch, dass Sicherheit im Eisenbahnbetrieb an erster Stelle stehe. Man werde mit den beteiligten Firmen alles daransetzen, die verbleibenden Arbeiten in Bayern schnellstmöglich zu erledigen.
Das bisherige Umleitungskonzept für die Strecke Nürnberg – Regensburg bleibt bestehen. Fern- und Güterzüge werden über alternative Strecken geleitet. Entfallende Nahverkehrsverbindungen würden unverändert durch Busse ersetzt.
Übrigens: frech wie Zeitungen manchmal sind suchte
neumarktonline am Dienstag um 18.30 Uhr auf der offiziellen Bahn-Seite im Internet für nächsten Samstag eine Zug-Verbindung von Neumarkt nach Nürnberg - und prompt wurden uns jede Menge S-Bahnen und Regionalbahnen zur Auswahl angeboten. Auf der Auskunftsseite der Bahn war die Verzögerung offenbar noch nicht angekommen.
Man arbeite daran, dass die aktualisierten Fahrplandaten kurzfristig in die elektronischen Auskunftsmedien eingespielt werden können, hieß es dazu von der Bahn.
07.07.26
Neumarkt: Bahn bittet um „Entschuldigung“