„Wohnen wird in Neumarkt zunehmend zum Luxus“

Mieten wird nach Meinung der Gewerkschaften immer mehr zum Luxus
NEUMARKT. „Wohnen darf kein Luxus sein – doch genau das wird es in Neumarkt zunehmend“, sagte DGB-Kreisvorsitzende Olga Redda.
In den letzten Jahren sind die Mieten in Neumarkt um rund 43 Prozent gestiegen, hieß es passend zu den bundesweiten Aktionstagen. Der DGB wolle in Neumarkt ein Zeichen gegen steigende Mieten setzen.
In den Aktionstagen von Freitag bis Sonntag wird ein sofortiger sechsjähriger Mietenstopp gefordert.
„Die Mieten steigen rasant, während Löhne und Renten kaum hinterherkommen“, sagte Redda. Energiepreis-Schocks und Inflation verschärften die Lage für viele Menschen zusätzlich. Die Bundesregierung habe die Chance verpasst, den Mietern mit einem sechsjährigen Mietenstopp „Luft zum Atmen zu verschaffen“.
Die Zahlen würden den Ernst der Lage unterstreichen: In den vergangenen zehn Jahren seien die Angebotsmieten in Neumarkt um rund 42 Prozent gestiegen. Im Jahr 2016 lag der Quadratmeterpreis noch bei durchschnittlich 7,39 Euro, Anfang 2026 bereits bei 10,53 Euro. „Wenn das so weitergeht, verlieren immer mehr Menschen ihr Zuhause oder werden aus ihren Vierteln verdrängt“, sagte Redda.
Ein Mietenstopp allein reicht jedoch nach Meinung der Gewerkschaft nicht aus. Der DGB fordert auch einen massiven Ausbau von öffentlichem und sozialem Wohnungsbau,
die Umsetzung einer neuen Wohnungsgemeinnützigkeit, bei der Unternehmen dauerhaft günstig vermieten und im Gegenzug steuerlich entlastet werden,
sowie eine wirksame Mietpreisbremse und die Ahndung von Mietwucher,
„Wohnen ist ein Grundrecht – keine Ware. Es ist höchste Zeit, dass Bund, Länder und Kommunen wieder Verantwortung übernehmen und preisgünstigen Wohnraum selbst schaffen und sichern“, sagte Redda.
Die verwendeten Daten zur Mietpreisentwicklung bilden Angebotsmieten im Median ab – das würde nach Meinung der Gewerkschaft die aktuelle Marktdynamik direkter widerspiegeln als die Bestandsmieten.
03.07.26
Neumarkt: „Wohnen wird in Neumarkt zunehmend zum Luxus“