Wasser wurde zu Wein

Junge Firmbewerber gestalteten die Vorstellung der Münsterkrippe
Foto: Josef Wittmann
NEUMARKT. Auch heuer nimmt die barocke Münsterkrippe von St. Johannes den Heiratsmonat Mai wieder zum Anlass, die Hochzeit zu Kana zu zeigen.
Den Umbau haben dieses Jahr die drei junge Firmbewerber Lea Kornburger, Emma Swaczyna und Thomas Walter übernommen.
Die Hochzeit zu Kana wird im Kirchenjahr eigentlich am zweiten Sonntag nach Dreikönig gefeiert. Dabei findet die eigentliche Hochzeit – nur für die Fantasie des Betrachters sichtbar – in einem Anbau statt. Dort tanzt die Hochzeitsgesellschaft wohl gerade, während Jesus - und das zeigt das Krippenbild - sein erstes Wunder vollbringt: Die Verwandlung von Wasser in Wein.
Die Münsterkrippe geht auf die Jesuiten zurück, die 1622 nach Neumarkt kamen. 2006 tauchten die Figuren wieder auf. Als damals der Straubinger Krippenpfleger Franz Karl nach Neumarkt kam, ein Spezialist für jesuitische Krippen, wurden ihm 21 Köpfe gezeigt, die in der Sakristei die Jahrhunderte überdauert hatten. Diese Figuren waren 80 bis 100 Zentimeter groß – das sogenannte „Jesuitenmaß“. An einigen Köpfen fand Karl sogar noch Nagellöcher für Perücken.
03.05.26
Neumarkt: Wasser wurde zu Wein