Teurer Winterdienst

Der Winterdienst kostete der Stadt Neumarkt über 1,2 Millionen Euro
Foto: Archiv/Franz Janka
NEUMARKT. Ein harter Winter mit langanhaltenden Frostperioden und überdurchschnittlichen Schneefällen liegt hinter der Stadt Neumarkt.
Die Gesamtkosten für den Winterdienst beliefen sich auf 1.268.984 Euro - deutlich mehr als die 837.246 Euro im Vorjahr. Insgesamt wurden 1500 Tonnen Streusalz und 270 Tonnen Split verbraucht.
Jetzt zog man in der Stadtverwaltung Bilanz. Der städtische Bauhof sei über Monate hinweg an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gebracht worden, hieß es.
„Der Winter hat uns alles abverlangt“, sagte Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn. Er dankte den Mitarbeitern des Bauhofs für ihren Einsatz.
Hinter den Zahlen verberge sich ein enormer logistischer Aufwand, hieß es. Bei winterlichen Verhältnissen startete die Räum-Schicht des städtischen Bauhofs – bestehend aus 49 Mitarbeitern – regelmäßig bereits um 2.30 Uhr morgens. Insgesamt 19 Räumfahrzeuge, fünf Fahrzeuge für die Handtrupps und drei Spezialfahrzeuge für Bushaltestellen deckten dabei ein maschinell zu reinigendes Streckennetz von rund 350 Kilometern ab. Die Einsätze dauerten in Spitzenzeiten täglich bis 21 Uhr an.
Die Priorisierung folgte dabei einem klaren Plan: Zunächst wurden die Hauptverkehrsstraßen, Geh- und Radwege sowie Bushaltestellen von Schnee und Eis befreit. Die anschließende Räumung der Nebenstraßen gestaltete sich wegen parkender Fahrzeuge oft langwierig und komplex. Ergänzend zum Winterdienst auf den Straßen waren zudem die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei im Dauereinsatz, um durch Schneebruch entstandene Gefahrenstellen im Stadtgebiet zu beseitigen.
27.04.26
Neumarkt: Teurer Winterdienst