UPW will Bürgermeister-Posten

Die UPW-Fraktion hob Rita Großhauser (vorn, Mitte) auf den Schild
Foto: UPW
NEUMARKT. Rita Großhauser soll Vertreterin des Oberbürgermeisters in Neumarkt werden - wenn es nach der UPW geht. Doch da müsste die CSU mitspielen.
Die UPW schickt die langjährige Stadträtin ins Rennen um die Bürgermeister-Posten in Neumarkt, wurde bei der letzten Fraktionssitzung beschlossen. Traditionell werde die zweitgrößte Fraktion bei der Besetzung der Bürgermeisterämter berücksichtigt, sagte Vorsitzender Sebastian Schauer tapfer. Dabei weiß er aus eigener Erfahrung, was solche Traditionen im Neumarkter Rathaus wert sind.
Er selbst kandidierte mit der gleichen Begründung 2023 um das Bürgermeisteramt, nachdem die UPW den OB-Posten verloren hatte und durch das Aufrücken von Markus Ochsenkühn vom Bürgermeister zum Oberbürgermeister ein Stellvertreter-Job frei wurde.
Die CSU fackelte damals nicht lange und setzte aus den eigenen Reihen Marco Gmelch in einer Kampfabstimmung durch (
wir berichteten). Der zweite Bürgermeister-Posten stand 2023 nicht zur Disposition. Damit war die zweitgrößte Fraktion in der Stadtspitze überhaupt nicht mehr vertreten.
Doch auch bei der Wahl von Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger im Jahr 2020 zog die UPW eine Niete. Damals ging eine offensichtliche Absprache zwischen CSU und UPW schief. Nachdem Ochsenkühn als erster OB-Stellvertreter auch mit den Stimmen der UPW gewählt worden war, fehlten dem damaligen UPW-Kandidaten (und künftigen Landrat) Martin Meier bei der Wahl zum zweiten Stellvertreter überraschend etliche Stimmen. Im ersten Wahlgang führte noch SPD-Kandidatin Gertrud Heßlinger, im zweiten Durchgang entstand ein 19:19-Patt. Eine geworfene Münze machte damals Heßlinger zur „Bürgermeisterin aus Zufall“. (
wir berichteten).
Im Zuge der internen Beratungen verständigte sich jetzt die UPW-Fraktion einstimmig darauf, Rita Großhauser für das Amt des Bürgermeisters vorzuschlagen. Nach Auffassung der UPW bringe sie die notwendigen fachlichen und persönlichen Voraussetzungen in besonderer Weise mit.
Zugleich betont die Fraktion die Bedeutung, dass auch künftig ein Bürgermeisteramt – wie bisher – mit einer Frau besetzt werden sollte. Die langjährige Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger habe dieses Amt mit großem Engagement ausgefüllt und sich insbesondere für soziale Themen in der Stadt Neumarkt eingesetzt. An diese erfolgreiche Arbeit wolle man anknüpfen.
Ihr sei es ein großes Anliegen, als Bürgermeisterin für alle Bürger da zu sein – unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Hintergrund, sagte die Kandidatin.
Gerade in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Unterschiede müssen man den Zusammenhalt stärken und „allen Menschen in unserer Stadt eine Stimme geben“.
17.04.26
Neumarkt: UPW will Bürgermeister-Posten