„Blitz-Marathon“: Raser kamen glimpflich davon

Auch im Landkreis Neumarkt wurde die Geschwindigkeit kontrolliert
Foto: Weingärtner/Polizei
NEUMARKT. 16 Raser wurden trotz Ankündigung beim Blitz-Marathon am Mittwoch im Landkreis Neumarkt mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt.
Allerdings hielten sich die Geschwindigkeits-Überschreitungen soweit in Grenzen, dass es nur Geldbußen hagelte. Fahrverbote drohen im Landkreis nicht.
Der Tagesschnellste im Bereich der Neumarkter Polizei wurde mit 101 Stundenkilometern in einer 70er-Zone geblitzt. Die Parsberger Polizei meldete einen 21jährigen Audi-Fahrer, der in Eichenhofen bei erlaubten 50 Stundenkilometern mit Tempo 79 in die Falle tappte - die wie viele andere Standorte der Radarfallen im Vorfeld veröffentlicht wurden (
wir berichteten mehrfach) Der Audi-Fahrer war übrigens mit 115 Euro Bußgeld und einem Punkt dabei.
Richtig teuer wurde es dagegen für einen Fahrer bei Walderbach im Landkreis Cham. Wie die Oberpfälzer Polizei mitteilte wurde der 34jährige Fahrer am Donnerstag kurz nach Mitternacht bei erlaubten 100 Stundenkilometern mit Tempo 181 geblitzt. Das kostet ihn mehrere 100 Euro Bußgeld, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot.
Im Landkreis Neumarkt wurde bei 16 angekündigten Standorten tatsächlich an sechs Stellen gemessen.
Ziel der Aktion war es, die Gefahren und Risiken von Geschwindigkeits-Überschreitungen stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken und so langfristig zur Reduzierung schwerer Verkehrsunfälle beizutragen, hieß es von der Polizei. Das 24-Stunden-Blitzmarathons in Bayern fand wieder im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms „Bayern mobil sicher ans Ziel“ statt und gilt mittlerweile als fester Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit.
Auch in der Oberpfalz bleibt Geschwindigkeit eine zentrale Unfallursache. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 705 Verkehrsunfälle, bei denen überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit Unfallursache war. Dabei verloren 19 Menschen ihr Leben, weitere 424 Personen wurden verletzt. Besonders schwerwiegend sind Verkehrsunfälle auf Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften. Dort ereignen sich viele der schweren Unfälle, bei denen in der Oberpfalz mehr als die Hälfte der Verkehrstoten zu beklagen ist.
Zur Geschwindigkeitsüberwachung an den vorgeplanten Messstellen befanden sich oberpfalzweit nahezu 200 Polizisten im Einsatz. Innerhalb der 24 Stunden führten die bei über 21.000 Fahrzeugen Tempomessungen durch. Dabei wurden 393 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. 204 Verkehrsteilnehmer wurden unmittelbar vor Ort angehalten und kontrolliert.
16.04.26
Neumarkt: „Blitz-Marathon“: Raser kamen glimpflich davon