Erster Spatenstich

In Pettenhofen erfolgte der erste Spatenstich für die Nahwärme-Versorgung
Foto: Jutta Riedel
NEUMARKT. Nach knapp zwei Jahren Planungs- und Vorbereitungszeit erfolgte nun der erste Spatenstich für das Nahwärmenetz in Pettenhofen.
Begonnen hatte das „Projekt Nahwärme“ im Februar 2024, als Klimaschutzmanagerin Kathrin Kimmich in Lauterhofen eine Informationsveranstaltung organisierte. Bei den Rückmeldungen der Interessenten zeigte sich eine überproportionale Beteiligung von Hausbesitzern aus dem Ortsteil Pettenhofen.
Deshalb wurde vor Ort nochmal im Juni 2024 eine Informationsveranstaltung abgehalten. Danach nahmen die Planungen ihren Gang.
Im Mai 2025 wurde der Förderantrag „Bundesförderung effiziente Wärmenetze“ bei der BAFA gestellt und zermürbende neun Monate auf die Bewilligung gewartet. Die Freude bei allen Beteiligten – allen voran dem künftigen Betreiber Tobias Hollweck – war groß, als der Bescheid endlich da war. Nun können die Bauarbeiten beginnen.
23 Anschließer wird das Wärmenetz haben, die Trasse wird etwa 1600 Meter lang. Das Heizhaus auf dem Hof der Hollwecks wird mit zwei Hackschnitzel-Heizkesseln mit insgesamt etwa 400 MW Leistung ausgestattet.
Im Herbst 2026 sollen dann die ersten Abnehmer mit Wärme aus dem Wärmenetz versorgt werden, gute zweieinhalb Jahre nach Projektstart.
Die meisten Anschließer haben vorher mit Heizöl geheizt. Durch das Nahwärmenetz werden künftig jährlich etwa 30.000 Liter Heizöl eingespart.
Das Nahwärmenetz in Pettenhofen ist das erste Projekt von Kathrin Kimmich, das jetzt in die Bauphase eintritt. Das nächste Netz in Seubersdorf steht aber auch schon kurz vor Baustart. Mit dem Projekt „Kümmerer für die Umsetzung von Wärmenetzen“ war Kimmich vor kurzem mit einem Preis bei einem bundesweiten Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ ausgezeichnet worden.
09.04.26
Neumarkt: Erster Spatenstich