Ausstellung feiert den Ludwig-Donau-Main-Kanal

Noch immer sind Treidelschiffe unterwegs
Foto: Archiv/Gabi Röhrl
NEUMARKT. Eine Wanderausstellung „Der Ludwig-Donau-Main-Kanal und das Treideln“ ist ab Freitag bis 28. Mai im Foyer des Neumarkter Rathauses zu sehen.
Der Ludwig-Donau-Main-Kanal feiert in diesem Jahr sein 180jähriges Jubiläum. Begleitend zur Ausstellung bieten Neumarkter Gästeführer im Juli und September Führungen entlang des Kanals an.
Am 15. Juli 1846 wurde das 172 Kilometer lange Wasserbauwerk eröffnet, das unter König Ludwig I. in zehn Jahren Bauzeit vom Main bei Bamberg bis zur Donau bei Kelheim entstand. Als Teil einer schiffbaren Verbindung zwischen Nordsee und Schwarzem Meer sollte der Kanal eine bedeutende Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung Bayerns spielen.
Die Ausstellung widmet sich dem Handwerk des Treidelns, das 2025 in die Liste des Immateriellen Kulturerbes Bayerns aufgenommen wurde. Einst zogen Treidelpferde schwere Lastkähne über den Kanal. Auf 15 informativen Tafeln vermittelt die vom Kulturbüro Berching konzipierte Schau faszinierende Einblicke in diese historische Arbeitswelt.
Am 15. Juli findet zudem eine Führung mit Gästeführer Georg Ziegler statt, die zu einem der längsten und eindrucksvollsten Industriedenkmäler Deutschlands führt. Dabei erfahren die Teilnehmer auch, dass bereits Karl der Große vor über 1200 Jahren versuchte, Main und Donau zu verbinden – ein Vorhaben, das erst König Ludwig I. erfolgreich umsetzte. Nachdem der Kanal durch den Aufstieg der Eisenbahn an wirtschaftlicher Bedeutung verlor, entwickelte er sich zu einem Ort für Erholung und Naturerlebnis.
Heute sind die ehemaligen Treidelwege ein Tipp für Radfahrer und Wanderer. Die ebenen Uferwege führen vorbei an Kunst am Kanal – etwa in Berg oder Mühlhausen – historischen Schleusen und seltenen Pflanzen wie der gelben Teichrose.
26.03.26
Neumarkt: Ausstellung feiert den Ludwig-Donau-Main-Kanal