Heuer wird wieder auf der Wiese hinter der Residenz das Sommerstück gespielt. Die ersten Proben laufen bereits
Foto: Blomeier-Rosinski
NEUMARKT. Bei den Neumarkter Schloss-Spielen gibt es heuer im Sommer die Charakterkomödie „der Alpenkönig und der Menschenfeind“ zu sehen.
Und das "Wintermärchen" könnte vielleicht schon im Theater im Turnerheim gezeigt werden, hieß es bei der Jahreshauptversammlung. Die künftige Spielstätte nahm bei der Diskussion der Laien-Schauspieler viel Raum ein.
Die Jahreshauptversammlung fand diesmal ohne Neuwahlen statt - die werden nämlich im Zwei-Jahres-Turnus durchgeführt. Gekommen waren 27 Mitglieder, um dem Rückblick und Ausblick auf das vergangene Theaterjahr und auf die neue Spielsaison beizuwohnen. Auch Ehrungen gab es für langjährige Mitglieder und Mitspieler.
Vorsitzende
Elisabeth Lang zeigte sich erfreut, „dass so viele Akteure neben Beruf, Familie und anderen Hobbies Zeit finden, um bei den Schloss-Spielen Neumarkt aktiv zu sein“. So gab es in der vergangen Theater Saison wieder drei erfolgreiche Stücke zu erleben, zudem die traditionelle Mitwirkung beim Volksfestzug und einen "schön-schaurigen Beitrag" bei der Neumarkter Kulturnacht zum Thema „Schatten“.
Auch zwei Workshops veranstalteten die Schloss-Spiele - einmal im Herbst 2017 für Mitglieder mit Helga Hoerkens und kürzlich zu Ostern 2018 einen offenen Workshop für Kinder und Jugendliche mit Änne Martinez-Moya. Neu soll es ab Herbst 2018 dann eine Improtheater-Gruppe unter Leitung von Helga Hoerkens geben. Einen ersten Einblick in die Arbeit gab es gleich bei der JHV. Gezeigt werden soll der neue Ableger der Schloss-Spiele als spontanes Mitmach-Theater, das ganz ohne Requisiten und Kulissen auskommt, bei Stadtfesten oder Veranstaltungen im Raum Neumarkt.
Das Thema Turnerheim stand natürlich mit im Fokus bei der Jahreshauptversammlung. Ob schon das Wintermärchen dort stattfinden könne, konnte man auf wiederholte Anfrage des Vereinsvorstandes bei der Stadt Neumarkt nicht mit Sicherheit beantworten. „Wir haben aber alle Termine bei der Stadt Neumarkt benannt und könnten mit Proben und Aufführungen bereits im Winter das Turnerheim belegen und bespielen“, sagte Elisabeth Lang. Sollte die Fertigstellung des Theatersaales aber nicht klappen, so ist das Theater am Rennbühlweg dem Verein weiterhin von städtischer Seite zugesagt.
Gesucht wird dringend eine günstige Lagerhalle, größere Garage oder Stallung, die der Verein künftig als Fundus nutzen könnte. Denn demnächst würde das bislang genutzte Stettner-Areal wegen Abriss wohl nicht mehr zur Verfügung stehen und Requisiten, Kulissenteile und Kostüme müssen dann kurzfristig umziehen.
Nach Rückblicken auf erfolgreiche und gut besuchte Produktionen der vergangen Spielzeit und der einstimmigen Entlastung des Vorstandes gab die künstlerische Leiterin Eleonore Schön einen Ausblick auf das Sommerstück 2018: „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ von Ferdinand Raimund steht auf dem Programm. „Die Charakterkomödie mit Tiefgang“, so Lore Schön, findet wie schon 2016 auf der Wiese hinter der Neumarkter Residenz statt, da das Amtsgericht wegen Dachumbau als Spielort nicht zur Verfügung steht. Dennoch „freuen wir uns sehr auf diesen idyllischen und passenden Spielort“ geht es doch im Stück für das Publikum in die zauberhafte Alpenwelt. Premiere für den Alpenkönig ist am Samstag, 30. Juni, um 20.30 Uhr. Der Vorverkauf für die Karten startet am 2.Juni.
Nach dem offiziellen Rückblick und Ausblick auf das neue Theaterjahr gab es noch eine feierliche Ehrung für langjährige Mitglieder im Verein. Elisabeth Lang und Bettina Christl ehrten für 30 Jahre Carmen Hechtberger, Gerhard Hahn, Alison Metzger, Franz Metzger, Sabine Blomeier-Rosinskimit, für 25 Jahre Beate Westinger und Silvia Nutz, für 20 Jahre Ernst Bergmann, Peter Krommes, Angelika Zankl-Horváth, Klaus Zimmermann, Tobias Lange, Brigitte Simbeck, Oliver Spitzer und Beate Reisinger-Röhrl