Im Landkreis Neumarkt wird derzeit die rund fünf Kilometer lange Ortsumgehung von Mühlhausen gebaut.
Foto: Staatliches Bauamt
NEUMARKT. Die derzeit im Bau befindliche Mühlhausener Ortsumgehung ist eines der kostenträchtigsten Projekte im Straßennetz der Oberpfalz.
Rund 2710 Kilometer Bundes- und Staatsstraßen in der Oberpfalz werden durch die Staatlichen Bauämter Regensburg und Amberg-Sulzbach betreut. In Ausbau und Erneuerung werden heuer voraussichtlich 115 Millionen Euro investiert. 2017 waren es rund 102 Millionen Euro. Einen Austausch zu aktuellen Projekten des staatlichen Straßenbaus im Regierungsbezirk Oberpfalz führte Regierungspräsident Axel Bartelt nun mit dem Leiter des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach und Leiter Straßenbau, Henner Wasmuth, sowie mit dem Leiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt Regensburg, Alexander Bonfig. Derzeit sind 17 Planfeststellungsverfahren für Straßenbauvorhaben anhängig.
„Die Oberpfalz hat in den vergangenen Jahren einen enormen Aufschwung erlebt. Diese positive Entwicklung wollen wir aufrechterhalten, dafür ist ein gut und kontinuierlich ausgebautes Straßennetz eine wichtige Voraussetzung“, sagte Regierungspräsident Axel Bartelt.
Mit einem Kostenvolumen von rund 32 Millionen Euro wird im Landkreis Neumarkt derzeit die rund fünf Kilometer lange Ortsumgehung von Mühlhausen gebaut. „Die Bauarbeiten kommen gut voran“, sagte Baudirektor Alexander Bonfig. Noch in diesem Jahr, und damit früher als ursprünglich geplant, könne der Verkehr auf die neue B 299 umgelegt werden. Für die Anwohner der bestehenden B 299, die durch Mühlhausen führt, bedeute das eine enorme Entlastung, hieß es.
Den kommunalen Straßenbau unterstützt die Regierung der Oberpfalz mit Fördermitteln aus dem bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz und dem Finanzausgleichsgesetz. Im Jahr 2017 wurde daraus über 29 Millionen Euro an die Landkreise, Städte und Gemeinden der Oberpfalz zur Verbesserung des kommunalen Straßennetzes ausbezahlt. Im Jahr 2018 stehen dafür rund 32 Millionen Euro zur Verfügung.