„Angewandter Osterglaube“


Bischof Hanke im Eichstätter Dom
Foto: Archiv/Bernhard Löhlein/pde
NEUMARKT. „Die Osterbotschaft ruft den Christen in eine große Freiheit“: Ostern lade dazu ein, sich vertrauensvoll mit Dunkelheiten im eigenen Leben und mit dem Leid der Menschen zu befassen, sagte Bischof Gregor Maria Hanke bei seiner Osterpredigt im Eichstätter Dom.

Der Jünger Christi müsse sich nicht stressen, als ob er durch sein Handeln die Welt neu zu entwerfen hätte. „Der Gott des neuen Lebens, der Jesus auferweckt hat, ist selbst bereits am Werk“. Deshalb könne die Sünde Vergebung finden.


Der soziale und caritative Einsatz des Christen für die Not der Welt, für die Armen und wirtschaftlich Benachteiligten, für die an Leib und Seele gebrechlichen Menschen sei angewandter Osterglaube. „Durch dienende Liebe und Hingabe an Gesellschaft und Welt tragen die Jüngerin und der Jünger Jesu bei, dass Gottes neues Leben aus der Tiefe der Wirklichkeit dieser Welt zum Durchbruch kommt und erfahrbar wird“, sagte der Eichstätter Bischof beim Pontifikalamt zum Ostersonntag.

Wie der Frühling im ausgehenden Winter mit den ersten Pflanzen durch den winterlichen Boden bricht, so verhalte es sich mit der Osterwirklichkeit Gottes. „Das Leben mit seinen Freuden und Leiden, mit seinen hellen Farben wie mit den Dunkelheiten und Grenzen ist nur eine Seite unserer Wirklichkeit. Die andere Seite liegt verborgen in der Tiefe der Ereignisse, auch der bitteren Ereignisse, am Grund des Lebens. Dort ist Gottes Macht wirksam gleich den ersten Boten des Frühlings im ausgehenden Winter.“
pde
01.04.18
Neumarkt: „Angewandter Osterglaube“
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