NEUMARKT. Einige eiserne Sterngucker trafen sich nach den Feiertagen wieder am dunkel gelegenen Stöckelberg zur traditionellen Himmelsbeobachtung.
Dabei entstand ein Bild des Winterhimmels, das aus einer Reihe von vier Bildern im oberen Bereich und einem Einzelbild vom Horizont zusammengesetzt ist.
Das Sternbild Orion ist die auffälligste, dominierende Konstellation am winterlichen Himmel. Darin befindet sich der Orionnebel (2), der eine Geburtsstätte von Sternen darstellt. Im Teleskop lassen sich charakteristische, verwobene Gasstrukturen erkennen. Der Orionnebel ist der einzige mit dem bloßen Auge erkennbare Nebel. Er befindet sich im Schwertgehänge des gleichnamigen Sternbildes, dessen drei in einer Linie stehende Gürtelsterne sehr markant sind.
In einigen Milliarden Jahren wird der Orionnebel sich ähnlich entwickelt haben wie die der offene Sternhaufen junger blauer Sterne, die Plejaden (3) oder auch das Siebengestirn genannt. Links vom hellsten Stern des Nachthimmels, Sirius (1) zieht sich das Band der winterlichen Milchstraße über den Orion hinweg in den Zenit.
Derzeit ist am Abendhimmel nur der Planet Venus heller, der in westlicher Richtung in Horizontnähe auszumachen ist.
Die Venus zeigt auf der Sternwarte im Teleskop deutliche Phasen wie der Mond, da sie der Sonne näher steht als die Erde und damit von der Sonne unterschiedlich beleuchtet erscheinen kann.
Diese und viele weitere Objekte lassen sich bei klarem Himmel mit warmer Kleidung jeden Freitag ab 20 Uhr auf der Sternwarte am Höhenberg beobachten.
09.01.17
Der "Stern von Bethlehem"
NEUMARKT. Am Freitag wird Hans-Werner Neumann um 19 Uhr in der Sternwarte im Rahmen des Kindertages über den Stern von Bethlehem und seine Deutungen sprechen.
Seit Beginn des 14. Jahrhunderts stellen Künstler den Stern von Bethlehem als Kometen dar. Einer der ersten war Giotto, der ihn in dem Fresko „Anbetung der Könige“ in der Kapelle in Padua malte. Gegen die Kometentheorie spricht aber, dass um die Zeit 7 bis 4 vor Christus, zu der Jesus Geburt angesetzt wird, keine Kometenerscheinung beschrieben wurde und Kometen schon immer mit Unheil, Krankheiten oder Kriegen verbunden wurden, aber nicht mit einem Heilsbringer.
Heute glaubt man eher, dass es sich dabei um eine sehr seltene dreifache Jupiter-Saturn-Konjunktion im Sternbild der Fische handelte. Jupiter war der Stern eines babylonischen Gottes, und Saturn galt als Planet des jüdischen Volkes. Die drei Konjunktionen ereigneten sich im Abstand von einigen Monaten, so dass die Weisen aus dem Morgenland genug Zeit für eine Reise nach Judäa hatten.
Am 12. November 7 v. Chr. standen die Planeten Jupiter und Saturn in der Abenddämmerung sichtbar von der Straße von Jerusalem in Richtung Bethlehem. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit der Himmelsbeobachtung mit den Teleskopen.
16.12.16
Weihnachtsrätsel gelöst
Die drei Gewinner beim Weihnachtsrätsel
Foto: Benedikt Schnuchel
NEUMARKT. Bei der Weihnachtsfeier der Neumarkter Sternwarte wurden das bevorstehende Programm besprochen und Rätsel-Sieger ausgezeichnet.
Das traditionelle Weihnachtsrätsel drehte sich um Fragen über die allgemeine Astronomie und Raumfahrt und Ereignisse im aktuellen und kommenden astronomischen Jahr. Bei dem anspruchsvollen Rätsel gelang Andreas Leonhardt die beste Lösung, gefolgt von Hans-Werner Neumann und Ellen Endig.
Wie üblich muss der Erstplatzierte das nächste Weihnachtsrätsel vorbereiten. Die sehr große Beteiligung der Mitglieder bei dem Rätsel spricht für die Aktivitäten in der Sternwarte, hieß es bei der Weihnachtsfeier.
Richard Pragner untermalte den geselligen Abend mit Zithermusik.
15.12.16
Mission zum Ursprung
NEUMARKT. Am Freitag referiert Dr. Hermann Böhnhardt vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen im Rahmen des öffentlichen Veranstaltungsprogramms der Sternwarte Neumarkt ab 18 Uhr im Neumarkter Bürgerhaus zum Thema „Rosetta - Europas Mission zum Ursprung des Sonnensystems“.
Der Referent ist der wissenschaftliche Leiter des Moduls Philae, dem im Jahr 2014 die erste weiche Landung auf einem Kometenkern gelang. Zusammen mit seinem Mutterschiff Rosetta hat Philae das Wissen über Kometen und ihre Bedeutung für das Leben auf der Erde nachhaltig beeinflusst.
Rosetta und ihr Lander Philae sind seit dem 30.9.2016 ganz junge Wissenschaftsgeschichte. Für die Öffentlichkeit boten Rosetta und Philae dramatische Momente der Raumfahrt zum Mitfiebern von der Landung von Philae bis zum Aussetzen der Stromversorgung und erneuter Reaktivierung.
Der Vortrag versucht eine Gesamtdarstellung der über elf Jahre dauernden Mission, der wichtigsten Resultate und der spannenden, glücklichen wie unglücklichen Momente für Rosetta und Philae zu zeigen.
Wegen des großen Interesses findet die Veranstaltung entgegen der ursprünglichen Planung anstatt in den Räumlichkeiten der Sternwarte auf dem Mariahilfberg im Neumarkter Bürgerhaus statt. Nach der Veranstaltung besteht dennoch die Möglichkeit zur Besichtigung der Sternwarte sowie – entsprechende Wetterverhältnisse vorausgesetzt – zur Beobachtung des Himmels mit den Geräten der Sternwarte.
Es wird ein Unkostenbeitrag in Höhe von 4 Euro (2 Euro für Kinder/Jugendliche bis 18 Jahre) zugunsten der Sternwarte erhoben. Anmeldung mit Angabe der Personenanzahl per Email an leonhardt.vorstand@sternwarte-neumarkt.de oder per Telefon
Telefon 0152/58927114.