Sternwarte Neumarkt
Finsternisse im Mittelpunkt

Das Foto stammt von Gerald Reiser, Christian Zeitler und Michael Bell; Aufnahmeort Burgos, Spanien, mit der maximalen Verfinsterung vom 12.August 2026
NEUMARKT. Finsternisse und kein Ende: am Freitag folgen eine Mondfinsternis am Morgen und ein Sofi-Vortrag in der Sternwarte am Abend.
Dabei widmet man sich am Mariahilfberg noch einmal ausführlich der Sonnenfinsternis vor zwei Wochen. Frühaufsteher können am Freitag eine partielle Mondfinsternis sehen.
Um 20 Uhr hält Hans-Werner Neumann in der Sternwarte einen Vortrag über Sonnenfinsternisse, wobei vor allem die Finsternis vom 12. August im Vordergrund steht.
Diese Finsternis begann in Neumarkt um 19.21 Uhr, das heißt, dass sich der Mond um diese Zeit allmählich vor die Sonne schob. Das Maximum der Verfinsterung war um 20.14 Uhr, da waren knapp 90 Prozent der Sonne durch den Mond verdunkelt. Überall in Neumarkt, zum Beispiel am Wolfstein, in Labersricht oder am Dillberg, sammelten sich Menschenmengen zur Beobachtung dieses Naturereignisses.
Vor der Kirche am Mariahilfberg bauten Mitglieder der Sternwarte Sonnenteleskope zur gefahrlosen Beobachtung auf. In Island, wo der Himmel bedeckt war, in Teilen von Nordspanien und auf den Balearen war die Finsternis total. Dort waren etliche Gruppen von Sternwarten-Mitgliedern, um Fotos von der Totalitätsphase zu machen - und wurden für die lange Anreise belohnt.
Schon vor Jahrhunderten waren Menschen fasziniert, wenn der Schatten des Mondes heranrast und die Sonne bedeckt, wenn es plötzlich spürbar kälter wird, die Vögel aufhören zu zwitschern und die Natur schweigt.
In dem Vortrag wird die Entstehung von Sonnen- und Mondfinsternissen erläutert, und zwar so, dass auch Kinder über sieben Jahren dem Vortrag folgen können. Zahlreiche Fotos von der Finsternis werden gezeigt, besonderer Wert wird auf die Fotos der Sternwarten-Mitglieder gelegt.
Bereits am frühen Freitag-Morgen werden Frühaufsteher mit einer partiellen Mondfinsternis belohnt. Um 4.33 Uhr taucht der Vollmond fast vollständig in den Kernschatten der Erde ein. Das Maximum ist um 6.12 Uhr erreicht.
26.08.26
Im Lauf der Jahrtausende
NEUMARKT. Am Freitag um 20 Uhr referiert Richard Pragner in der Neumarkter Volkssternwarte über den Sternenhimmel im Lauf des Jahres und der Jahrtausende.
Über scheinbare und wirkliche Veränderungen des Sternenhimmels hat es auf der Sternwarte schon einige Vorträge gegeben. Die Sterne am Himmel werden auch als „Fixsterne“ bezeichnet, da sich die Sternbilder im Lauf eines Menschenlebens bei Betrachtung mit bloßen Augen nicht merklich verändern.
Dieses Mal wird untersucht, ob es in längeren Zeiträumen nicht doch Veränderungen gibt.
19.08.26
Der Mond vor der Sonne

Die Sonnenfinsternis vom Wolfstein aus fotografiert
Foto: Alfons Greiner
NEUMARKT. Tausende Neumarkter schauten am Mittwochabend einem ganz besonderen Sonnenuntergang zu: kurz zuvor gab es die Sonnenfinsternis.
Die Finsternis begann in Neumarkt um 19.21 Uhr, das heißt, dass sich der Mond um diese Zeit allmählich vor die Sonne schob. Das Maximum der Verfinsterung war um 20.14 Uhr, da waren knapp 90 Prozent der Sonne durch den Mond verdunkelt.
Unser Foto stammt von Alfons Greiner, der vom Wolfstein aus das Geschehen fotografiert - im Vordergrund sieht man die Sendemasten am Dillberg.
Natürlich benötigte man zum Fotografieren - wie auch zum einfachen Blick in die Sonne - entsprechenden Filterschutz.
13.08.26
Wildes Leben
NEUMARKT. Am Freitag um 20 Uhr wird Dr. Klaus-Peter Dörpelkus in der Bayerischen Volkssternwarte am Höhenberg über Supernovae referieren.
Die meisten Sterne im Universum sind massearm, werden sehr alt und sterben völlig unspektakulär, einige erst Hunderte von Milliarden oder gar Billionen Jahre nach ihrer Geburt. Je größer jedoch die Masse eines Sterns, desto wilder ist sein Leben. Und diejenigen, deren Masse sehr groß ist, vergehen schon wenige Millionen Jahre nach ihrer Entstehung in gewaltigen Explosionen, die heller sein können als alle Sterne einer Galaxie zusammengenommen.
Dabei werden große Mengen an Energie in Form von Strahlung und Neutrinos freigesetzt, schwere Elemente erzeugt (ohne die es keine Planeten und auch kein Leben geben könnte), die Explosionswolken breiten sich mit hoher Geschwindigkeit aus und es bleiben exotische Sterntrümmer zurück: Neutronensterne oder Schwarze Löcher.
Aber nicht alle Supernovae folgen der gleichen Dramaturgie. Es gibt etliche verschiedene Typen mit sehr gut unterscheidbaren Kennzeichen und Eigenschaften, einige werden auch gerne als Marker für astrophysikalische Forschungen hergenommen.
Dr. Klaus-Peter Dörpelkus konzentriert sich bei seinem Vortrag auf die spektakulären Kern-Kollaps-Supernovae und diskutiert deren physikalische Hintergründe, wobei er sich mit seinen Zuhörern virtuell ins Zentrum eines explodierenden Sterns versetzen wird, um die letzten Millisekunden von dessen Leben mitzuerleben.
12.08.26