SPD Neumarkt

Froh über SPD-Bürgermeister

NEUMARKT. Eine Wahlnachlese zur Bürgermeisterwahl in Seubersdorf war einen Schwerpunkt bei der Sitzung von SPD-Kreistagfraktion und Kreisvorstandschaft.

Fraktionssprecher und stellvertretende Landrat Dirk Lippmann zeigte sich erfreut, dass es Andreas Steiner gleich im ersten Wahlgang gelungen war, mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen zu können. „Mit nur 27 Jahren ist er der jüngste jemals ins Amt gewählte Bürgermeister im Landkreis Neumarkt“, sagte Lippmann. Auch die Kreisvorsitzenden Martin Beiderbeck und Tanja Fiederer begrüßten es, daß im Landkreis Neumarkt wieder die SPD einen ersten Bürgermeister stellt. Man erhoffe sich eine „Leuchtturmwirkung“ für die SPD im Landkreis.


Einen Schwerpunkt der gemeinsamen Sitzung bildete der Klimaschutz im Landkreis. Kreisrat Helmut Himmler sagte, dass durch die Reformierung des Emissionshandels auf EU-Ebene und die Beschlüsse von CDU/CSU und SPD im Jahr 2019 mit der CO2-Bepreisung das Ziel verfolgt werde, bis 2030 den Ausstoß des schädlichen Treibhausgases Kohlendioxid um 55 Prozent zu reduzieren. In Zukunft werde der Verbrauch von fossilen Brennstoffen wie Öl und Erdgas erheblich teurer.

Zwar gebe es im Landkreis bereits ein Klimaschutzmanagement, das an der „Regina“ angesiedelt ist, jedoch sei man der Meinung, dass die personellen Ressourcen für die bevorstehenden Aufgaben bei weitem nicht ausreichen werden in der Zukunft, sagte Kreisrat Stefan Großhauser. Andere Landkreise brächten in diese Zukunftsaufgabe schon jetzt mehr Personal ein. Um die Energiewende voranzubringen, müssten effiziente, leistungsfähige und nachhaltige Strukturen auch von Seiten des Landkreises angegangen werden.

28.07.23

Fraktions-Chef besucht Bögl


Florian von Brunn mit Johann Bögl beim Besuch in Sengenthal

NEUMARKT. Energiewende und bezahlbare Wohnungen waren Haupt-Themen eines Besuchs von SPD-Fraktionschef Florian von Brunn bei der Firmengruppe Max Bögl in Sengenthal.

Das Unternehmen produziere die Lösungen für Windkraft, für bezahlbare Energie und für bezahlbare Wohnungen im Freistaat, sagte von Brunn, und die bayerische SPD wolle das „jetzt zügig umsetzen“.

Florian von Brunn zeigte sich begeistert von dem Sengenthaler Familienunternehmen: Bögl sei die Nummer eins beim Bau von Windkraftanlagen in Deutschland und habe mit Modulwohnungen in Serienfertigung die Lösung für preiswertes und schnelles Bauen. Außerdem packe das Unternehmen mit seiner neuen Magnetschwebebahn die Mobilitätswende an.


Die Firmengruppe erzeuge am Standort Neumarkt mehr Energie, als sie selbst braucht – mit Windkraftanlagen, Photovoltaik und einem Biomassekraftwerk. Der Gesellschafter Johann Bögl nannte bei dem Besuch des SPD-Fraktionsvorsitzenden die Energiewende als „das größte Bauprojekt, das es je gegeben hat“. Leider gäbe es „viel zu viel Bürokratie“ – und der „Windkraftstopp 10H“ habe der Windkraft in Bayern einen „schweren Schlag versetzt“.

Ähnlich sei es bei seriellem Bauen: „Wir könnten hier jedes Jahr 10.000 bezugsfertige Wohnungen bauen. Leider unternimmt man in Bayern aber zu wenig gegen die Verknappung von Wohnungen“, sagte Bögl.

26.07.23

Brennpunkte abgeradelt


Bei einer Fahrradtour wurden Brennpunkte in Neumarkt besucht - hier die Lammsbräukreuzung
Foto: Susanne Müller
NEUMARKT. Nach einem Vortrag von SPD und der Initiative „Radfahren in Neumarkt“ wurden bei einer Fahrradtour die Brennpunkte in Neumarkt besucht.

Obwohl Neumarkt den Titel „Fahrradfreundliche Kommune“ trägt, gibt es einige Stellen, an denen für Fahrradfahrer die richtige Fortführung ihres Weges nicht eindeutig erkennbar ist, hieß es. Einige davon hatte Ludwig Kleine analysiert und zu einer Route zusammengestellt. Er betreibt eine Homepage und beschäftigt sich seit einigen Jahren intensiv mit der Thematik.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung führte der ehemalige Chirurg des Neumarkter Klinikums gemeinsam mit OB-Kandidat Matthias Sander die Bürger auf einer Tour durch die Stadt. An verschiedenen Stopps wurden die kritischen Punkte vor Ort besprochen und Lösungsvorschläge diskutiert.

„Radfahren muss für alle zwischen 8 und 88 Jahren schnell, sicher und bequem sein“, sagte Kleine. Dies bedeute möglichst keine Umwege, ausreichend Abstand, eindeutige Regeln und möglichst keine Zusammenführung von Fußgängern und Radfahrern.


Die ursprüngliche Planung an der Lammsbräu-Kreuzung sah eine durchgehende Rotfärbung im gesamten Kreuzungsbereich vor. Umgesetzt wurden davon allerdings nur die Anfahrtsbereiche. Das Resultat sei nun ein Gewirr von Linien, das mit etwas mehr Farbe deutlich übersichtlicher zu gestalten wäre.

Auch Kombinationen aus Rad- und Gehwegen, wie sie an der Amberger Straße und der Ringstraße existieren, seien hoch problematisch. Gehwege, die für Radfahrer auf der linken Straßenseite ausgewiesen sind, gelten als 13 Mal gefährlicher als das Fahren auf der Straße, sagte Kleine. Auch solche Beispiele gibt es in Neumarkt, zum Beispiel an der Amberger und der Ringstraße.

Die Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur zähle zu seinen Hauptanliegen im Kampf ums Neumarkter Rathaus, hieß es von der SPD. Schlechte Radwege oder fehlende Radabstellanlagen gehörten zu den meistgenannten Kritikpunkten der Bürger. Es könnten noch viel mehr Fahrten mit dem Rad anstelle des Autos zurückgelegt werden, wenn die Radwege besser ausgebaut und sicherer würden.

11.07.23


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ISSN 1614-2853
21. Jahrgang