SPD Neumarkt

SPD holt Chef-Sessel

NEUMARKT. Der Chefsessel im Seubersdorfer Rathaus fällt an die SPD: Andreas Steiner schaffte am Sonntagabend bei der Bürgermeisterwahl 51,6 Prozent.

Damit braucht der Sozialdemokrat auch nicht in die Stichwahl gegen seinen Haupt-Konkurrenten Wilhelm Bußmann (CSU). Der unabhängige Kandidaten Andreas Kellermann landete deutlich abgeschlagen.

Andreas Steiner tritt damit die Nachfolge von Eduard Meier (CSU) an, der in den Ruhestand trat.


Die Wahlbeteiligung in Seubersdorf lag bei 75,5 Prozent.

Das vorläufige Ergebnis:

07.05.23

„Beschränkungen streichen“

NEUMARKT. Die SPD beantragt, daß in Neumarkt in bestehenden Bebauungsplänen sämtliche Flächenbeschränkungen für Solaranlagen auf Dachflächen gestrichen werden.

Solche Pläne würden nämlich im Neumarkter Stadtgebiet einen bunten Strauß an Beschränkungen enthalten, heißt es in dem Schreiben der SPD-Fraktion an Oberbürgermeister Thumann.

So seien in den Bebauungsplänen „Kapellenäcker", „Pölling-Bühl ll“, „Böhmerwaldstraße / Arberstraße" oder „Kapellenäcker ll" Sonnenkollektoren nur auf einer Fläche zwischen 20 Prozent und einem Drittel der Gesamtdachfläche zulässig.


Die Motivation zur Festsetzung solche Flächen-Beschränkungen in der Bauleitplanung stamme vermutlich aus der Mitte der 1970er Jahre, heißt es von der SPD. Diese Furcht vor einem subjektiven „Überhandnehmen von Solaranlagen auf Dächern" habe sich in Neumarkt bis in die heutige Zeit gehalten.

50 Jahre nach der ersten Ölpreiskrise seien Solaranlagen auf Dächern aber längst zum gewohnten Anblick geworden - und sie sind dringend notwendig zur Umsetzung von aktuellen Anlagenkonzepten zur Versorgung von Gebäuden mit erneuerbarer Energie, hieß es.

03.05.23

„Einzigartige Chance“

NEUMARKT. Um Agri-Photovoltaik – Sonnenenergie mit Mehrfachnutzen - ging es bei einem Infoabend, zu dem der Neumarkter SPD-Ortsverein eingeladen hatte.

Daniel Eisel und Gawan Heintze von einem Straubinger Beratungsnetzwerk gingen auf die „vielfältigen Vorteile der Agri-PV“ ein und stellten die beiden derzeit etablierten Bauformen vor: Dies sind zum einen hoch über dem Boden aufgeständerte Systeme, bei denen die Fläche unter den Modulreihen landwirtschaftlich genutzt wird und deren Stromgestehungskosten niedriger als bei kleinen Hausdachanlagen ist.

Alternativ können die Photovoltaikmodule bodennah in Reihen angebracht und die Fläche zwischen den Modulen landwirtschaftlich genutzt werden, wobei sich die Stromgestehungskosten in einem ähnlichen Bereich bewegen, wie bei den konventionellen Freiflächen-Anlagen.

Beide Formen böten den Landwirten die Möglichkeit einer doppelten wirtschaftlichen Nutzung seiner Landfläche und neben nachhaltig produziertem Strom häufig sogar reichere Ernten, weil die PV-Module die Nutzpflanzen teilweise beschatten und damit zu einer merklich geringeren Austrocknung von Pflanzen und Boden sorgten.


Bei Wiesen und Weiden zeige sich dieser Effekt durch ein besseres Wachstum in nahezu jedem Kalenderjahr. Auch der Getreideanbau könne profitieren: Gerade in heißen und trockenen Jahren, die in jüngerer Zeit immer häufiger auftreten, führe die Beschattung zu höheren Ernteerträgen.

„Das Potenzial von Agri-PV-Anlagen ist gigantisch und wir müssen es im ländlichen Raum unbedingt so gut wie möglich nutzen“, sagte Ingenieur Carsten Burkhardt vom SPD-Ortsverein. Er wies darauf hin, dass die Stadt Neumarkt im eigenen Verwaltungsgebiet große landwirtschaftliche Flächen besitze. Diese rund 700 Hektar bewirtschafteten Wiesen und Weiden könnten mit kostengünstigen bodennahen Agri-PV-Anlagen versehen werden und eine Leistung von 400 Kilowattpeak pro Hektar erbringen.

Damit könne bereits die Hälfte des „zusätzlichen Neumarkter Strombedarfs“ – rund 270.000 Megawattstunden – regenerativ gedeckt werden. Weiterhin bestehe die Möglichkeit auf den rund 900 Hektar Getreideanbaufläche im Stadtgebiet mit hoch aufgeständerten Agri-PV-Anlagen mit 800 Kilowattpeak pro Hektar jährlich etwa 30 Prozent mehr Strom zu produzieren, als die Stadt in Zukunft selbst benötige.

Von „einer einzigartigen Chance für Neumarkt“ sprach OB-Kandidat Matthias Sander.

02.05.23


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ISSN 1614-2853
21. Jahrgang