Sternwarte Neumarkt

Spektakuläre Erscheinungen

NEUMARKT. Um "Polarlichter – Phantastische Naturerlebnisse des Nordens" geht es bei einem Vortrag von Sebastian Deiries, von der Bayerischen Volkssternwarte München und European Southern Observatory (ESO) am Freitag um 20 Uhr in der Volkssternwarte Neumarkt.

In der Hülle der Sonne kommt es immer wieder zu heftigen Eruptionen, besonders alle elf Jahre zu Zeiten höchster Sonnenaktivität. Der Sonnenwind verwandelt sich bei solchen Ausbrüchen in einen regelrechten Sturm. Einige Milliarden Tonnen heißen Gases entweichen.

Während der normale Sonnenwind etwa 300 Kilometer pro Sekunde schnell ist, saust solch eine "Orkanböe" mit über 700 Kilometer pro Sekunde durchs All. So können die Teilchen die Erde schon nach 24 Stunden in Form einer Schockwelle erreichen. Die Folge sind gewaltige Reaktionen auf die Erdatmosphäre in Form von gigantischen Polarlichtern.

Diese leuchtenden Lichtvorhänge des Polarlichts verzaubern deshalb die arktischen Nächte besonders. Etwa im Jahre 2011 und 2012, wenn die Sonnenaktivität wieder maximal ist, wird erwartet, daß diese magischen Himmelslichter für einige Nächte wieder bis nach Süddeutschland vordringen.

In den Polregionen kann man fast in jeder klaren Nacht Polarlichter sehen. Die beste Zeit ist zwischen Anfang September bis Mitte April. Im Sommer sind die bunten Lichtspiele kaum zu sehen, denn in dieser Zeit ist der Himmel zu hell.

Der Multimedia-Vortrag erklärt diese Erscheinungen allgemein verständlich, und zeigt erstaunliche und späktakuläre Videos von Polarlichtern. Diese werden auf der großen Leinwand im Vortragssaal der Sternwarte mittels neuester Präsentationstechnik ihre volle Qualität erreichen.

Deiries, Jahrgang 1956, ist Physikingenieur und im Detektorlabor bei der ESO tätig, und beschäftigt sich schon seit 1988 mit Polarlichtern. Er befand sich Anfang September 2007 in Nordskandinavien und zeigt aktuelle Bilder von dieser phantastischen Reise.
08.05.08

Keine Strahler ?

NEUMARKT. Eine nachts mit Spots angestrahlte Mariahilfkirche wird es vorerst jedenfalls nicht geben.

Stadt und Kirche haben sich darauf geeinigt, daß die Renovierung der Kirche im Vordergrund stehe und die Pläne einer nächtlichen Bestrahlung zuerst einmal hintan gestellt werden. Die bekannt gewordenen Pläne hatten einen Sturm der Entrüstung ("Neumarkter Forum") ausgelöst - vor allem die Mitglieder der nahen Volkssternwarte sahen durch die "Lichtverschmutzung" das Ende ihres Hobbies gekommen (wir berichteten).

Bei der Sternwarte ist man optimistisch, daß die umstrittenen Pläne ganz fallengelassen werden. Schließlich ist im nächsten Jahr zum 40jährigen Bestehen der Sternwarte die Anschaffung eines 30.000 Euro teuren Kuppelteleskops geplant.
04.05.08

Sonnenflecken zu sehen

NEUMARKT. Die Sternwarte auf dem Mariahilfberg hat am 1. Mai von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Mitglieder haben ein vielfältiges Programm zusammengestellt.

Mit verschiedenen Spezialfiltern kann die Sonne beobachtet werden. So können zum Beispiel mit einem sogenannten H-alpha Filter die Protuberanzen am Sonnenrand betrachtet werden. Die reichen mehrere Tausend Kilometer in den Weltraum. Auch Sonnenflecken können mit diesem und weiteren Filtern gut erkannt werden.

Wer will, kann auch sein eigenes Teleskop mitbringen und sich von den Spezialisten der Sternwarte in die Bedienung einweisen lassen und die Möglichkeiten erforschen, die sich mit dem eigenen Gerät bieten. Die Amateurastronomen stehen natürlich an diesem Tag auch für alle anderen Fragen aus dem Gebiet der Astronomie zur Verfügung.

Im Vortragsraum werden folgende Vorträge angeboten: Die Vorträge werden mit modernster Präsentationstechnik mit einem full HD Beamer und Sourrond-sound gezeigt.

Am Freitag wird auf der Neumarkter Sternwarte der Film "Mars and beyond" gezeigt - der Klassiker unter den Marsfilmen. Zu sehen ist die englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln . (Laufzeit etwa 50 Minuten)
30.04.08

Kinder als Sterngucker

NEUMARKT. "Das Fernrohr - unser Beobachtungsinstrument" heißt das Thema beim Kinderabend auf der Neumarkter Sternwarte.

Gerald Reiser wird den Kindern und ihren Eltern die verschiedenen Fernrohr-Typen erklären und, sofern die Witterung mitspielt, auch an aktuellen Beobachtungsobjekten am Sternenhimmel vorführen.

Die Besucher können auch ihr eigenes Fernrohr mitbringen und unter seiner Anleitung damit beobachten. Günstige Beobachtungsbedingungen herschen zum Beispiel für den Orionnebel oder den Doppelsternhaufen im Perseus. Weiteres Beobachtungsobjekt ist der Ringplanet Saturn, der zur Zeit in Oppositionsstellung zur Sonne steht.

Beginn ist am Freitag um 19 Uhr in der Sternwarte auf dem Mariahilfberg.
22.04.08


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ISSN 1614-2853
23. Jahrgang