SPD Neumarkt

Berchinger SPD wird 100

NEUMARKT. Die Berchinger SPD sucht für eine Ausstellung zum 100. Geburtstag Infos und Fotos über die Geschichte der Berchinger Genossen.

Man ist für alles dankbar, was die Geschichte, die Mitglieder oder Ereignisse der frühen Jahre des SPD-Ortsvereins und die Arbeit der Sozialdemokraten in Berching betrifft, hieß es. Kontakt: Barbara Schierl, Telefon 334433 oder info@abschierl.de

Das 100. Gründungsjubiläum feiern die Genossen zusammen mit einem SPD-Maiempfang am Sonntag, 25. April, ab 18 Uhr in der "Schranne" direkt hinter dem Berchinger Rathaus. Die Einladung ist bereits an alle Arbeitnehmer, Angestellten, Betriebs- und Personalräte, Jugendvertreter, Schwerbehinderten-Vertreter, Gewerkschaftler, Vertrauensleute, Ortsvereinsvorsitzende und Mitglieder der SPD, Kommunalpolitiker, sowie alle an Arbeitnehmerfragen Interessierten ergangen.

Nach der Begrüßung durch SPD-Kreisvorsitzende und stellvertretende Landrätin Carolin Braun spricht der Landesvorsitzender der Bayern-SPD, MdB Florian Pronold.

Anschließend können im Gespräch bei einem kalten Buffet Meinungen ausgetauscht werden.

06.04.10

"Reform überfällig"

NEUMARKT. Eine längere gemeinsame Schulzeit und eine grundlegende Reform des Schul-und Bildungswesens sei überfällig, hieß es von der SPD.

Der SPD-Kreisverband Neumarkt beschäftigte sich mit dem Thema: "Hauptschulen-Mittelschulen" und der stellvertretende Kreisvorsitzende und Hauptschullehrer Dirk Lippmann aus Pyrbaum gab den Genossen in einem Impulsreferat einen kurzen Eindruck von den Problemen der Hauptschulen. Dabei stellte er vor allem auch heraus, dass die Hauptschulen schon seit geraumer Zeit nur noch eine Restschule darstelle, und die nun geplante Mittelschule ein "krampfhafter Versuch" sei, das dreigliedrige Schulsystem noch einige Jahre zu halten.

Bei den nun propagierten Mittelschulen gäbe es keine neuen pädagogischen Konzepte, sondern es sei vielmehr der Versuch, die Verantwortung für den Zusammenbruch der wohnortnahen Schulen den dann entstandenen Schulverbünden aufzubürden.

Die lebhafte Diskussion unter den Vertretern der Ortsvereine zeigte, dass die Zukunft der Hauptschulen allen am Herzen liegt. Christian Beyer, Unterbezirksvorsitzender, sah in der Bayerischen Schulpolitik eine "Verwaltung des Schulsterbens" die sich vor allem gegen die ländlichen Räume richte.

Dabei stellte Kreisvorsitzende Carolin Braun klar, dass die beste Förderung der einzelnen Schüler in kleinen Klassen und kleinen Schulen stattfinde. Die Bildung von Schulzentren geschähe nur aus Kostengründen und sei dem Schulerfolg abträglich. Dennoch, so Braun "wird es im Landkreis Neumarkt mittelfristig auch nur noch drei oder höchstens vier Mittelschulzentren geben".

Helmut Gatzhammer aus Lupburg sah in der konservativen Schulpolitik keinen Reformcharakter. Die Forderung der Diskussionsteilnehmer war schnell klar: im Sinne unserer Kinder müsste die Selektion, die bereits in der Dritten Klasse der Grundschule beginne endlich aufhören.

Eine längere gemeinsame Schulzeit und eine grundlegende Reform des Schul-und Bildungswesens sei überfällig. Dort müssten dann auch Defizite in der Lehrerausbildung und Vorschulbildung sowie auch Erwachsenenbildung mit einbezogen werden.

01.04.10

"Absurde Forderungen"

NEUMARKT. Als "komisch und absurd" bezeichnet der Bürgermeister und Verwaltungsrat Helmut Himmler die aktuellen Forderungen an die Sparkassen.

Die Regierung solle endlich Antworten auf die berechtigte Fragen der Steuerzahler geben, in welcher Form die Banken zur Finanzierung des durch Spekulation verursachten Desasters beitragen sollen, erklärte der Bergr Bürgermeister Himmler in seiner Eigenschaft als Verwaltungsrat der Sparkasse Neumarkt.

Nun sollen die Banken bundesweit – um für künftige Spekulationsfolgen gerüstet zu sein – eine Abgabe bezahlen, ohne dass Aussagen über die Rückzahlung der bereits geflossenen Staatsgelder getroffen werden. Die Privat- und Investmentbanken hätten die Finanzwirtschaft und im Nachgang auch die Realwirtschaft an den Abgrund gesteuert und nur durch immense Steuergelder sei der Kollaps abgewendet worden.

An diesem verantwortungslosen Agieren seien aber nicht die Sparkassen und Genossenschaftsbanken beteiligt gewesen. Gerade sie – so der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion – seien auch in der Krise ein Hort der Stabilität, des Vertrauens und der Verlässlichkeit gewesen.

Demzufolge sei es weder gerechtfertigt noch sachgerecht, auch die Sparkassen zur Bankenabgabe heranzuziehen und unangemessen zu belasten. Ebenso absurd sei nach Aussagen Himmlers die jetzt in ihrem Wirtschaftsbericht 2010 für Deutschland wieder erhobene Forderung der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OEZE), eine Übernahme der Sparkassen durch Privatbanken zu ermöglichen. Die Folgen einer solchen Entwicklung wären fatal und in hohem Maße schädlich - nicht nur für die Region Neumarkt.

Schließlich sei die Sparkasse einer der größten Arbeitgeber im Landkreis, ein verlässlicher Steuerzahler für die Kommunen und ein großzügiger Förderer der sozialen und kulturellen Strukturen. Die Sparkasse versorge die Wirtschaft vor Ort mit Krediten und biete im Gegensatz zu den Privatbanken in allen Gemeinden ein bürgernahes Filialnetz. Dies alles wäre bei einer Privatisierung zumindest gefährdet, wahrscheinlich sogar nicht mehr möglich.

Daher müsse sowohl gegen die vorgesehene Bankenabgabe als auch gegen die Privatisierungsforderung der OECD "im Interesse unserer Bürger und der Regionalwirtschaft" entschiedener Widerstand organisiert werden.

28.03.10


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ISSN 1614-2853
23. Jahrgang