Grüne

Grüne in Pyrbaum


Die Vorstandschaft der Grünen
NEUMARKT. In Pyrbaum wurde ein Ortsverband der Grünen gegründet.Vorsitzende sind Monika Werft und Peter Schurig.

Mit der Wahl der Vorsitzenden und der Schriftührerin Angelika Meierhöfer hat der Ortsverein seine Arbeit aufgenommen.

Der Erhalt des Klosterstadls in Seligenporten und der Bräustuben in Pyrbaum und der Kampf gegen weitere Neubaugebiete stehen unter anderem auf der Agenda der Grünen, hieß es. Langfristig sollen grüne Interessen und Ideen auch im Marktrat vertreten werden.

Die Pyrbaumer Grünen wollen für alle Interessierten offen stehen und treffen sich einmal im Monat.
18.11.09

Gründung am 13.

NEUMARKT. In der Gemeinde Pyrbaum soll - ausgerechnet am Freitag, dem 13. - ein Ortsverband der "Grünen" gegründet werden.

Die Grünen im Landkreis wachsen stetig, nicht nur bei den Wahlergebnissen und Mitgliederzahlen, hieß es. Das "grüne Potential" in Pyrbaum sei riesig, so Gabriele Bayer, Kreisvorsitzende der Grünen.

Bei der Gründungsversammlung am Freitag um 19 Uhr in der Klostergaststätte in Seligenporten wird als Gastredner der junge Vorsitzende der Bayerischen Grünen, Dieter Janecek, über die "Grüne Bürgerkommune" und über den "grünen Weg in der ländlichen Region" sprechen.

Alle interessierten Bürger sind eingeladen.
11.11.09

"Löhner soll zahlen"

NEUMARKT. Landrat Löhner soll nach Meinung der Grünen die Kosten für die "ungültige Kreistagssitzung" aus seiner Privatschatulle bezahlen.

Es kann nicht sein, dass wegen Schlampigkeit bei der Ladungsfrist dem Steuerzahler Kosten von mehr als 5000 Euro entstehen, so Kreisvorsitzende Gabriele Bayer. Jeder von den 60 Kreisräten erhält ein Sitzungsgeld von 52 Euro, viele eine Pauschale von 13 Euro für Verdienstausfall, hinzu kommt noch die Fahrtkostenerstattung von je 30 cent pro Kilometer. Selbst wenn nicht alle Kreisräte anwesend waren, kommt da schnell ein stolzes Sümmchen zusammen, hieß es.

Wie von neumarktonline noch am Dienstag berichtet, war am Nachmittag die Kreistagssitzung abgebrochen worden, weil man entdeckte, daß die Ladungsfrist nicht eingehalten worden war. Dies stieß vor allem bei der SPD auf Kritik, weil sich ein e Mehrheit für ihren Antrag, die Müllgebühren zu senken, abgezeichnete - gegen die CSU (wir berichteten).

Das Landratsamt äußerte sich am Mittwoch zu dem Vorfall nur kurz (Bericht hier), die CSU gar nicht.

Eine Kreistagssitzung zu organisieren sei eine Routineaufgabe für die Verwaltung des Landratsamtes, hieß es am Mittwoch von den Grünen. Deshalb könne man erwarten, dass dies mit der nötigen Sorgfalt geschehe. Die Verantwortung für die entstandenen Kosten wegen der zu kurzen Ladungsfrist und die damit ungültigen Beschlüsse oder die Vertagung von Anträgen müsse deshalb auch der oberste Dienstherr, Albert Löhner übernehmen, so Bayer.

Wenn eine Krankenschwester im Klinikum so schludrig arbeiten würde wie die Beamten im Landratsamt, dann würden viele Patienten das Klinikum nicht lebend verlassen, so Kreisrat Dr. Roland Schlusche.

Schlusche geht noch weiter: Wenn er OB Thumann wäre, würde er den Landrat noch auf Schadenersatz verklagen, weil durch die ungültige Sitzung der Antrag "Blockheizkraftwerk" vertagt werden musste und so wertvolle Zeit verloren ging.

Die Grünen "erwarten", dass Löhner das Geld "freiwillig" an die Kreiskasse zurückzahlt und nicht abwartet bis er mit "anderen Mitteln dazu gezwungen wird", hieß es.
05.11.09

Sauer auf Postkarten

NEUMARKT. Die Grünen im Landkreis Neumarkt sind sauer auf eine Pro-Gentechnik-Postkartenaktion des Bauernverbandes.

Auch der Bauernverband im Landkreis Neumarkt würde Ilse Aigner mit einer Postkartenaktion auffordern, die Nulltoleranzgrenze für "nicht zugelassene Gentechnisch veränderte Organismen" abzuschaffen, heißt es in einer Pressemitteilung der Landkreis-Grünen am Sonntag.

Grünen-Kreisvorsitzende Gabriele Bayer fordert MdL Albert Füracker (CSU) in seiner neuen Egenschaft als Vorsitzenden des Bayerischen Landwirtschaftsausschusses auf, sich für die Beibehaltung der Nulltoleranz-Grenze einzusetzen und auf den Bauernverband einzuwirken, die Postkartenaktion sofort zu beenden.

Der Bauernverband wolle den Landwirten weismachen, zum Gen-Soja gäbe es keine Alternative. Außerdem werde vom Bauernverband die Angst geschürt, eiweißhaltige Futtermittel würden verknappen, weil das Ausland wegen der strengen Null-Toleranz-Grenze in Deutschland den Export nach Deutschland zurückfahren würde, hieß es von den Grünen. Es gäbe aber schon heute sehr gute Alternativen zum Gen-Soja.

Bayer forderte die Funktionäre im Bauernverband sowohl im Landkreis Neumarkt wie auch auf Landesebene auf, die "Manipulation der Landwirte" zu unterlassen und nicht den Eindruck zu erwecken, dass sich ohne Gentechnik-Futter das Fleisch und die Milchprodukte extrem verteuern würden.

Bei einem jährlichen Import von 36,5 Millionen Tonnen Sojabohnen und Sojaschrot in Europa stelle eine Verunreinigung durch nur 0,1 Prozent verbotener Futtermittel immerhin eine Menge von 3.650 Tonnen dar. Damit würde der weiteren Kontamination und unkontrollierten Verbreitung von gentechnisch veränderten Pflanzen Tür und Tor geöffnet. Aigner soll die Nulltoleranzgrenze beibehalten, fordert Roland Schlusche, Kreisvorsitzender der Grünen.

Von der CSU fordert Schlusche, "endlich Farbe zu bekennen". Die Bürger würden Klarheit erwarten, welche Strategie die CSU in Sachen Gentechnik und Nulltoleranzgrenze verfolge.
25.10.09


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ISSN 1614-2853
23. Jahrgang