Christlich Soziale Union
Die Fetzen fliegen
NEUMARKT. In der Kreis-CSU fliegen nach der verlorenen Landrats-Wahl auch weiterhin die Fetzen. Jetzt geht es um die Vize-Landrats-Posten.
Nachdem Alois Scherer den Fraktions-Vorsitz an Christian Schmid aus Velburg verloren hat, tauchte er im gesamten Fraktionsvorstand nicht mehr auf. Ex-MdB Alois Karl und seine Senioren-Union hatten nach der verlorenen Landratswahl Scherer dafür verantwortlich gemacht - dabei wird ausgerechnet Karl auch heute noch die Hauptschuld dafür gegeben, dass die CSU die OB-Wahl von 2005 katastrophal in den Sand gesetzt hat.
Und hinter den mühsam aufrecht erhaltenen Kulissen der Kreis-CSU werden weiterhin alte und neue Scharmützel zwischen „Parteifreunden“ ausgefochten.
Jetzt soll angeblich der Parsberger Bürgermeister Josef Bauer auf seinen Posten als stellvertretender Landrat verzichten, den man lieber der gescheiterten Landratskandidatin Katharina Ziegler zuschanzen will.
21.04.26
Mitglieder geehrt

In Günching wurden langjährige CSU-Mitglieder geehrt
Foto: Lang
NEUMARKT. Bei der Jahreshauptversammlung der Günchinger CSU wurden langjährige Mitglieder geehrt und über die Kommunalwahl diskutiert.
Der Vorsitzende Willibald Lang ging in seinem Rechenschaftsbericht auf das vergangene politische Jahr ein, das geprägt war durch bundespolitische Themen und die Kommunalwahl. Als lokaler Höhepunkt stach das durch den Ortsverband ausgerichtete Kirchweih-Schafkopfrennen heraus, das sehr gut besucht war.
Im Anschluss entwickelte sich eine muntere Diskussion und Aufarbeitung der Kommunalwahl im März.
Für langjährige Mitgliedschaften wurden Fritz Volland für 55 Jahre, Michael Gruber und Manfred Sindel für 45 Jahre, Michael Lang und Reinhard Zachmeier für 15 Jahre geehrt.
20.04.26
„Dankbar für Ergebnis“

OB Markus Ochsenkühn (2. v. r.) begrüßt die Mitglieder der neuen CSU-Stadtratsfraktion
Foto:Florian Basel
NEUMARKT. Während man sich auf Landkreisebene wegen der verlorenen Landrats-Wahl fetzt, wählten die Neumarkter CSU-Stadträte die Fraktionsspitze.
Der Streit innerhalb der Landkreis-CSU wurde schon kurz vor der Wahl deutlich, als ein Vorstandsmitglied kurzerhand die Partei verließ (
wir berichteten). Nach der Wahl wurden dann von verschiedenen Gruppen in der Partei mehr oder weniger öffentlich nach Schuldigen für die Pleite bei der Landrats-Wahl gesucht.
Bei der ersten Sitzung der auf 17 Mitglieder gewachsenen CSU-Stadtratsfraktion in Neumarkt ging es dagegen eher friedlich zu.
So wurde die bisherige Fraktionsspitze um ihren Vorsitzenden Peter Ehrensberger und die beiden Stellvertreter Lissy Walter und Ferdinand Ernst einstimmig wiedergewählt. Als neuen dritten „Vize“ – ein solcher steht der Fraktion wegen ihrer höheren Anzahl an Mitgliedern zu – beriefen die CSU-Stadträte ebenfalls ohne Gegenstimme Luis Urban in den Vorstand. „Wir wollen damit ganz bewusst der jungen Generation eine Stimme in der Fraktionsspitze geben“, sagte Ehrensberger.
Anschließend bedankte sich der alte und neue Vorsitzende bei den ausgeschiedenen CSU-Stadträtinnen Elfriede Meier und Pedra Wittmann für ihre langjährige Arbeit in der Stadtpolitik - wobei Pedra Wittmann nach vielen Jahren als UPW-Stadträtin erst vor einem halben Jahr zur CSU gewechselt war. Außerdem hieß der Vorstand die vier neuen Fraktionsmitglieder – Hildegard Naumann, Susanne John, Prof. Dr. Bettina Rau und Bernhard Dörfler – willkommen.
Danach richtete Ehrensberger seinen Blick in die Zukunft. „Wir als CSU sind überaus dankbar für das tolle Ergebnis bei den Stadtratswahlen und das damit verbundene große Vertrauen in unsere Arbeit.
Ein Plus von 60.000 Stimmen und vier Stadtrats-Sitzen im Vergleich zur Kommunalwahl 2020 bedeute mehr Verantwortung für die Anliegen der Neumarkter, sagte Ehrensberger. Diese Aufgabe wolle man mit Mut und Optimismus angehen.
01.04.26