Sternwarte Neumarkt
Besuch beim Jupiter
NEUMARKT. Am Freitag findet ab 19 Uhr auf der Fritz-Weithas-Sternwarte wieder einer der sehr beliebten Kinderabende statt: diesmal geht es um den Jupiter.
Den Kindern wird zunächst spielerisch vermittelt, wie groß der Planet Jupiter ist und welche Stellung er als größter Planet im Sonnensystem einnimmt. Die Kinder dürfen das bewegte Modell des Sonnensystems aus der Nähe betrachten und werden einige Geheimnisse über diesen Gasplaneten kennenlernen. Außerdem wird Gerald Reiser erklären, wann man sagt, die Jupiter stehe in der Opposition.
Im zweiten Teil des Kinderabends wird Reiser auf die Monde des Jupiters eingehen. Insbesondere Io und Europa sollen die Neugierde der Kinder anregen. Diese Trabanten haben einige Gemeinsamkeiten mit der Erde, zum Beispiel Vulkane.
Der Kinderabend findet auch bei schlechtem Wetter im beheizten Vortragsraum der Sternwarte Neumarkt statt. Wenn die Nacht sternenklar wird, können die kleinen und großen Besucher den Halbmond, den Planeten Jupiter sowie die schönsten Nebel und Sternhaufen des Winterhimmels durch das große Kuppelteleskop betrachten. Bei der Himmelsbeobachtung empfehlen wird warme Kleidung empfohlen.
14.01.13
"Das Jahr und der Tag"
NEUMARKT. Am Freitag geht es ab 20 Uhr auf der Fritz-Weithas-Sternwarte um die Zeitmessung und das Kalenderwesen aus astronomischer Sicht.
Im ersten Teil werden zunächst die Begriffe "Jahr", "Monat" und "Tag" definiert und gezeigt, dass es viele verschiedene Tages-, Monats- und Jahreslängen gibt und auf welche sich der Kalender vernünftigerweise beziehen muss, um seiner ursprünglichen Bedeutung als Taktgeber zur Sicherstellung des Überlebens der Menschen (zum Beispiel in der Landwirtschaft) gerecht zu werden.
Der zweite Teil beschäftigt sich mit einer sinnvollen Definition des Sonnentages. Dabei erfahren die Besucher, dass die Sonne keine gleichförmige Zeitdefinition zulässt. Daraus folgt, dass gewöhnliche Sonnenuhren im Jahresverlauf periodische Fehler zur "normalen" Zeit aufweisen.
Der dritte Teil ist der mysteriösen "8" gewidmet, die entsteht, wenn man jeden Tag zur gleichen Zeit die Position der Sonne über dem lokalen Horizont markiert. Hier zeigt sich am deutlichsten, was für astronomisch seltsame Figuren durch die Zeitdefinition entstehen können. Dieser verrückte Effekt hängt mit der Schiefe der Ekliptik und Exzentrizität der Erdbahn zusammen.
Im vierten Teil geht Referent Andreas Leonhardt auf den Frühlingspunkt ein. Zunächst erfährt der Besucher, welche Kräfte auf die Erde wirken und dass diese versuchen, die Erdachse aufzurichten. Mit Hilfe eines rotierenden Fahrradreifens wird demonstriert, dass die Erde wie ein Kreisel darauf mit einer Präzession reagiert, so dass sich der Frühlingspunkt relativ zu den Sternen bewegt, und was das wiederum für die Erde bedeutet.
Der fünfte Teil beschäftigt sich dann mit dem Kalenderwesen an sich. Hier erhält der Besucher einen historischen Abriss der westlichen Kalenderentwicklung vom Julianischen zum Gregorianischen Kalender. Der sechste und letzte Teil schließlich geht auf die im Solarkalender relativ unbedeutende Rolle des Mondes ein und greift verschiedene Monatsdefinitionen auf. Am Beispiel des Saroszyklus wird demonstriert, wie die "Fast-Teilbarkeit" der verschiedenen Zeitabschnitte dazu führt, dass sich ähnliche Finsternisse für eine gewisse Zeit regelmäßig wiederholen.
Dieser Abend findet auch bei schlechtem Wetter im beheizten Vortragsraum der Sternwarte Neumarkt statt. Wenn die Nacht sternenklar wird, können die Besucher den Himmel mit den sichtbaren Planeten und den schönsten Nebeln und Sternhaufen betrachten. Bei der Himmelsbeobachtung wird sehr warme Kleidung empfohlen.
06.01.13
Energie ohne Ende?
NEUMARKT. Für den nächsten Freitag konnte die Fritz-Weithas-Sternwarte Dr. Gero Rupprecht von der Europäischen Südsternwarte für einen Vortrag über die Sonne gewinnen. Der Abend startet um 20 Uhr.
Schon seit Milliarden Jahren strahlt die Sonne unvorstellbare Mengen an Energie ins All. Schon der kleine Bruchteil, der davon auf die Erde gelangt, ermöglicht damit das Leben.
Aber woher beziehen die Sonne und die anderen Sterne diese scheinbar unbegrenzte Menge an Energie? Im weiteren Verlauf des Abends wird Dr. Gero Rupprecht auch auf die Frage eingehen, wie groß dieser Energievorräte wirklich ist.
Dieser Abend findet bei jedem Wetter im beheizten Vortragsraum der Sternwarte auf dem Mariahilfberg statt. Bei klarem Wetter besteht anschließend die Möglichkeit, an Sternbildführungen und Himmelsbeobachtungen im Außenbereich teilzunehmen. Dafür wird sehr warme Kleidung empfohlen.
12.12.12
Nah an der Erde
NEUMARKT. Am Freitag wird Andreas Leonhardt auf der Fritz-Weithas-Sternwarte anlässlich der Erdnähe des Jupiters einen Vortrag über den größten Planeten des Sonnensystems halten.
Der Vortrag startet um 20 Uhr und richtet sich an interessierte Erwachsene und Jugendliche, die mehr über den Jupiter erfahren möchten, aber keine speziellen Vorkenntnisse haben. In einer Reise durch die Geschichte von der Entdeckung der großen Jupitermonde durch Galileo Galilei vor 500 Jahren bis zur erst vor gut einem Jahr gestarteten Raumsonde "Juno" der NASA wird die Entwicklung unseres Wissens über den größten Planeten unseres Sonnensystems gezeigt.
Neben dem inneren Aufbau des Planeten und seiner Entstehung wird ein Schwerpunkt auf den Monden des Jupiters liegen, die bereits leicht im Teleskop zu sehen sind. Woher kommen die Vulkane auf Io? Gibt es Wasser auf Europa? Durch eindrucksvolle Bilder, Videosequenzen und Animationen wird dem Besucher ein Einblick in diese geheimnisvolle Welt gewährt.
Auch darauf, wie sich Jupiter am Himmel bewegt und warum man ihn gerade jetzt so gut sehen kann, wird eingegangen. Ungewöhnliche Aspekte werden nicht ausgespart. So konnte zum Beispiel durch die Beobachtung des Jupitersystems zum ersten Mal gezeigt werden, dass Licht sich nicht unendlich schnell bewegt. Und es wird die Frage geklärt, warum sich ohne Jupiter Leben auf der Erde möglicherweise nie gebildet hätte.
Dieser Abend findet bei jedem Wetter im beheizten Vortragsraum der Sternwarte auf dem Mariahilfberg statt. Bei gutem Wetter besteht anschließend die Möglichkeit, an Sternbildführungen und Himmelsbeobachtungen teilzunehmen. Diese finden im Außenbereich statt; es wird sehr warme Kleidung empfolen.
06.12.12