Sternwarte Neumarkt

Die Jupiter-Monde


Jupiter mit Mondschatten
Foto: Bernd Liebscher, Harald Liederer, STW Neumarkt
NEUMARKT. Am Freitag um 19 Uhr wird Richard Pragner beim Kinderabend auf der Neumarkter Sternwarte über die Monde des Jupiters erzählen.

Im vergangenen Jahr jährte sich zum 400. Mal, dass Simon Marius und Galileo Galilei unabhängig voneinander die hellsten vier Jupitermonde entdeckten. Zur Zeit ist Jupiter in besonders günstiger Beobachtungsposition.


Am Vortragsabend kann man, wenn der Himmel klar ist, am Teleskop live verfolgen, wie der innerste der vier sichtbaren Monde, Io, kurz nach 20 Uhr innerhalb weniger Minuten aus seiner Verfinsterung durch den Jupiterschatten ins Sonnenlicht wandert. Man sieht ihn dann quasi aus dem Nichts neben der Jupiterscheibe erscheinen.

Vorher werden die wichtigsten Eigenschaften des Systems Jupiter mit den zugehörigen Erklärungen aufgezeigt. Neben einer Computersimulation der bevorstehenden Finsternis geht es unter anderem um die Frage, warum im Teleskop die Jupitermonde immer ungefähr auf einer geraden Linie angeordnet erscheinen, obwohl sie auf Kreisbahnen um den Jupiter laufen.

Den Schwerpunkt bilden verschiedene interessante Erscheinungen, welche die Monde im Zusammenspiel mit Jupiter bieten.

Nach dem Vortrag besteht noch die Möglichkeit zur Beobachtung des Sternenhimmels und des Jupiters durch die Teleskope.
25.02.15

Wie arbeitet das Navi ?

NEUMARKT. Am Freitag um 20 Uhr wird Andreas Muhr von der Bayerische Volkssternwarte einen Vortrag über die Satellitennavigation halten.

In der modernen Gesellschaft spielt die Satellitennavigation eine immer wichtigere Rolle. In diesem Vortrag soll geklärt werden, wie Satellitennavigation wirklich funktioniert und wie solche Systeme aufgebaut sind.


Zugunsten der Anschaulichkeit wird die dazugehörige Mathematik auf ein Minimum beschränkt. Es werden einzelne Systeme, wie GPS und Galileo, mit Ihren Stärken, Schwächen und Diensten erklärt. Und es wird praktisch gezeigt, dass man sich auf diese Systeme nicht immer blind verlassen sollte.

Nach dem Vortrag besteht natürlich noch die Beobachtung des Sternenhimmels durch die Teleskope.
18.02.15

Die acht Planeten

NEUMARKT. Am Freitag wird Schriftführer Andreas Leonhardt ab 19 Uhr in der Fritz-Weithas-Sternwarte einen Kinderabend veranstalten.

Dabei wird er auf alle acht Planeten des Sonnensystems eingehen. Am Anfang wird das Planetensystem am Modell gezeigt. Außerdem werden die Planetenbahnen auf einer Computersimulation über einen HD-Projektor auf einer Leinwand gezeigt.

Dann will Leonhardt den kleinen Besuchern nahebringen, wie groß die Sonne ist und wie gigantisch die Energiemengen sind, die sie ausstößt. Ausgehend vom Zentralgestirn werden die Kinder dann auf eine Reise zu den Planeten mitgenommen.


Der Kinderabend ist so gestaltet, dass Kinder ab sechs Jahren folgen können. Nach der Einführung können bei klarem Wetter dann auch der zu 85 Prozent beleuchtete Mond und die Planeten Venus und Jupiter sowie die schönsten Nebel und Sternhaufen des Winterhimmels durch Teleskope beobachtet werden.

Beim Aufenthalt unter freiem Himmel wird warme Kleidung empfohlen. Der Vortrag findet im gewärmten Präsentationsraum der Sternwarte statt.
28.01.15

Der Stier am Himmel


Offener Sternhaufen „Plejaden“ im Stier
Foto: Harald Liederer, Gerald Reiser, Sternwarte Neumarkt
NEUMARKT. Am Freitag wird Günter Gebhard um 20 Uhr auf der Sternwarte Neumarkt das Sternbild Stier und einige besondere Objekte darin vorstellen.

Schon in 3000 Jahre alten schriftlichen Überlieferungen astronomischer Himmelsbeobachtungen erscheint das beeindruckende Sternbild als Bulle des Himmels. Seine hellen Sterne zeichnen einen Stierkopf mit gewaltigen Hörnern an das winterliche Firmament. Es beherbergt mit zwei leicht erkennbaren offenen Sternhaufen, den Hyaden und den Plejaden das Tor der Ekliptik. Alle Planeten, die Sonne und der Mond müssen auf ihrem Weg über den Himmel dieses Tor durchqueren.


Den frühen Astronomen unbekannt war ein anderes berühmtes Objekt im Sternbild Stier, der Krebsnebel. Er entstand in der gewaltigen Explosion eines Sterns, der immerhin 6300 Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt war. Der Lichtblitz dieser Supernovaexplosion erreichte die Erde am 11. April 1054 und war als leuchtender Fleck am Taghimmel neben der Sonne zu sehen.

Die Gegenwart erreicht man mit der Beobachtung eines Sterns, dessen Helligkeit leicht schwankt. Er markiert das südliche Horn des Himmelsstiers. Mit raffinierten Methoden, die zum Teil auch Amateuren zur Verfügung stehen, erkennt man einen Stern, der bei seiner rasanten Rotation Teile seiner Oberfläche verliert.

Sollten die Wolken einmal ausnahmsweise den Blick auf den winterlichen Nachthimmel nicht versperren, so können nach dem Vortrag auch noch andere beeindruckende Himmelsobjekte mit dem bloßen Auge oder durch die Fernrohre der Sternwarte beobachtet werden.
14.01.15


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ISSN 1614-2853
23. Jahrgang