NEUMARKT. Die Verkehrspolitik im Landkreis war der Schwerpunkt der letzten Fraktionssitzung der grünen Kreistagsfraktion.
Grundsätzlich halten die Grünen die Fortführung des Nahverkehrsplan für sinnvoll, vor allem der Ausbau des Rufbussystem fand die Zustimmung der Anwesenden. Johanna Stehrenberg wies allerdings darauf hin, dass das im Nahverkehrsplan angegeben Ziel – den ÖPNV als eine möglichst gleichwertige Alternative zum motorisierten Individualverkehr zu installieren - noch bei weitem nicht erreicht sei.
Einige Baustellen, bei denen dringender Handlungsbedarf bestehe, glauben die Grünen erkannt zu haben: Die Kommunikation mit den beiden Verkehrsverbünden VGN und RVV müsse intensiviert werden - mit dem Ziel, die Fahrkarten im Landkreis Neumarkt gegenseitig anzuerkennen. Wer mit dem RVV aus Regensburg ankommt, solle mit dem bereits gelösten Ticket auch in einem VGN-Bus weiterfahren können.
Der neu gewählte Kreisrat Markus Reischl aus Dietfurt regte an, auch Car-sharing-Modelle in das bestehende Nahverkehrskonzept einzubauen. Vor allem wenn zum Beispiel Elektroautos zur Verfügung gestellt würden, wäre sowohl der ökologische Aspekt berücksichtigt wie auch das Interesse all der Mitbürger geweckt, die einmal ein Elektroauto testen wollen.
Auch das Angebot der Mitfahrzentralen müsse nach Meinung der Grünen erweitert werden, vor allem was Fahrten innerhalb des Landkreises angehe.
14.07.14
"Natürliche Lebensräume"
NEUMARKT. Die Kreistagsfraktion der Grünen und die Neumarkter Lammsbräu laden am nächsten Freitag zu einem naturkundlichem Spaziergang ein.
Der Spaziergang beginnt gegen 18 Uhr am Hof des Grünen-Kreisrates und Biobauers Erwin Ehemann im Freystädter Ortsteil Oberndorf . Die Führung wird von der Biologin Katharina Schertler begleitet.
Ziel der Führung ist es, den Besuchern die Bedeutung der Biodiversität (Artenvielfalt) für Mensch und Umwelt näherzubringen. Je größer die Artenvielfalt in der Natur, desto höher sind die "Überlebenschancen" der Menschheit, so Kreisrat Erwin Ehemann. "Stirbt die Biene – stirbt der Mensch" sei schon lange kein Horrorszenarium mehr von "Spinnern", sondern berechtige Sorge vieler kritischer Biologen.
So seien Randstreifen an Ackerrändern keine "Gewissensberuhigung" von Landwirten, sondern wichtiger Lebensraum für seltene Pflanzen, wie zum Beispiel den Ackerrittersporn. Vor allem "natürliche Lebensräume" für Insekten, die wichtige Bestäubungsarbeit leisten, wie zum Beispiel die Wildbiene und die Erdhummel, gelte es in der freien Natur zu schaffen, so Erwin Ehemann.
Eine hohe Artenvielfalt sei aber nicht mit Monokulturen von Mais, schon gar nicht mit genmanipulierten Pflanzen zu erreichen. Die CSU und der Bauernverband würden hier eine "doppelzüngige Politik" betreiben, hieß es. Den Menschen vor Ort würden die CSU-Politiker erzählen, dass sie keine Gentechnik auf dem Acker und dem Teller wollten. In Berlin, München und in Brüssel würden sie dann aber genau für Gentechnik, Massentierhaltung, Monokultur und Artensterben entscheiden.
15.06.14
Energie und Freihandel
NEUMARKT. Der Kreisverband der Grünen diskutiert bei zwei Veranstaltungen über die Energiewende und das umstrittene Freihandelsabkommen.
Der ehemalige grüne Landtagsabgeordnete und Energieexperte Raimund Kamm spricht am Dienstag um 19.30 Uhr im Restaurant "Plitvice" zum Thema: "Pro Energiewende mit Windkraft"
MdL Jürgen Mistol kommt am Donnerstag um 20 Uhr nach Neumarkt ins Restaurant Plitvice und informiert vor der Europawahl über das umstrittene Freihandelsabkommen und mögliche Auswirkungen.
19.05.14
Kommt das "Chlorhühnchen"?
NEUMARKT. Der Grüne Landtagsabgeordnete Jürgen Mistol diskutiert in Neumarkt über Chancen und Risiken des Transatlantic Trade and Investment Partnership.
Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA werde hinter verschlossenen Türen verhandelt – mit einflussreichen Lobbyisten der Wirtschaft, aber nicht mit gewählten Abgeordneten, die die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vertreten, heißt es in der Einladung zu dem Vortrag am Donnerstag, 22. Mai, um 20 Uhr im Restaurant Plitvice.
Dabei stehe so viel auf dem Spiel: beispielsweise die hohen europäischen Standards im Verbraucherschutz, denn bis jetzt sind "Chlorhühnchen und Hormonfleisch bei uns verboten". Zudem werde der Gentechnik Tür und Tor geöffnet.