Christlich Soziale Union
Kandidaten-Karussell dreht sich
NEUMARKT. Bei der CSU sind neben dem Kreisvorsitzenden MdL Albert Füracker drei weitere Männer und eine Frau als Landrats-Kandidaten im Gespräch.
Man solle "niemals nie sagen", erklärte Füracker, der allerdings auch wiederholt darauf hingewiesen hat, daß er seine Zukunft in München sehe.
Ihr Interesse an einer Kandidatur für das Amt des Landrates haben bekundet: Willibald Gailler, stellvertretender Landrat und Bürgermeister der Stadt Freystadt, Michael Gottschalk, Leiter der Abteilung Wirtschaftsförderung im Landratsamt und 2. Bürgermeister der Gemeinde Lauterhofen, Alois Scherer, Bürgermeister der Gemeinde Deining und KPV-Bezirksvorsitzender, und Susanne Hierl, Rechtsanwältin und CSU-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Berg.
Das weitere Vorgehen zur Nominierung des Landratskandidaten und der Kreistagsliste wurde bei einer CSU-Kreisvorstandssitzung in Velburg umfassend und konstruktiv diskutiert. Die CSU sei in der komfortablen Lage, gleich mehrere Personen anführen zu können, die dieses Amt "hervorragend ausfüllen" könnten, sagte Füracker. Der wiedergewählte landtagsabgeordnete sehe seine Zukunft in München, aber er habe sich "schon immer in den Dienst der Partei gestellt und werde dies auch künftig tun".
Der Kreisvorstand sprach sich nach eingehender Diskussion für weitere Gespräche mit den Personen, die ihren Hut in den Ring geworfen haben, zur Vorbereitung auf die Kreisdelegiertenversammlung am 25. Oktober aus.
Fraktionsvorsitzender Josef Köstler erläutere die Vorgehensweise bei der Aufstellung der Kreistagsliste. Er sei sehr zuversichtlich, in Zusammenarbeit mit den CSU-Verantwortlichen in den Gemeinden eine attraktive Liste vorstellen zu können.
Albert Füracker analysierte die einzelnen Ergebnisse der zurückliegenden Wahlen und dankte den Wahlkämpfern für ihren unermüdlichen Einsatz. Für den Bayerischen Landtag konnte er ebenso wie MdB Alois Karl das beste Erststimmenergebnis in der Oberpfalz erzielen, Albert Löhner wurde ebenso überzeugend wieder in den Bezirkstag gewählt.
Füracker dankte auch den Listenkandidaten Susanne Hierl und Dr. Heinz Sperber, die ebenso ein "überragendes Stimmenergebnis" erzielen konnten. „Beide hätten es mit diesem Ergebnis verdient, im jeweiligen Parlament zu sitzen“, hieß es.
01.10.13
"Auf Vorgaben verzichten"
NEUMARKT. Im geplanten Baugebiet zwischen Fuchsberg und Hinterem Fuchsberg soll es nach Meinung der CSU keinerlei bauliche Vorgaben geben.
Bei der CSU-Stadtratsfraktion glaubt man nicht, daß dadurch gleich Chaos ausbricht: das neue, in der letzten Bausenatssitzung beschlossene Baugebiet sei "schon allein wegen der Lage eher für Individualisten interessant", heißt es in einem Antrag, auf jegliche bauliche Vorgaben zu verzichten. "Jeder sollte - soweit sein Nachbar nicht behindert wird - so bauen dürfen, wie er gerne möchte", schlägt die CSU vor.
Die gewöhnlich in Baugebieten ausgewiesenen strengen Vorgaben seien sicherlich bei Einfallstraßen und exponierten Wohngebieten sinnvoll, um eine gewisse Einheitlichkeit und Ordnung zu gewähren, heißt es bei der CSU, die aber andererseits nach Berngau blickt, wo man ein Paradebeispiel entdeckt habe: hier finde man in dem neuen Baugebiet alle denkbaren Stilrichtungen und architektonischen Besonderheiten - und die Bewohner seien mit ihren individuellen Möglichkeiten hoch zufrieden.
Die Fraktion hält es für "vielleicht sinnvoll", bei einer der nächsten Bausenatssitzungen "kurz vorher eine Visite in Berngau" durchzuführen.
01.10.13
"Mehr Bau- und Parkplätze"
NEUMARKT. Die CSU will mehr Bau- und Parkplätze in Neumarkt. Die Stadt verbaue sich derzeit viele Entwicklungschancen, hieß es bei einem Stammtisch.
"Das Parkdeck am Klinikum muss kommen. Im Interesse der Besucher und auch der Anwohner wird sich die Stadtratsfraktion hiefür stark machen", versicherte Fraktions-Chef Helmut Lahner. Damit erntete er den Beifall der anwesenden Besucher und auch des CSU-Ortsvorsitzenden aus Holzheim, Gerrit Ehrensberger: "Der neu eingerichtete Großparkplatz an der Nürnberger Strasse schafft es alleine nicht die Situation am Klinikum zu entschärfen. In der Dr-Kurz-Strasse und auch am Holzheimer-Weg ist nach wie vor kein Durchkommen"
Außerdem sah Lahner einen Mangel "an bezahlbaren Baugrund" für Privatleute und Gewerbe. Es seien zwar nach dem Landschaftsplan aus den 90er Jahren viele Flächen zur Bebauung vorgesehen - aber an der konkreten Ausweisung von Baugebieten hapere es: "Längst wären Initiativen der Stadtverwaltung in dieser Richtung nötig - gerade jetzt zu Zeiten eines Baubooms lässt Neumarkt viele Chancen ungenutzt, während andere Gemeinden mit günstigem Bauland werben."
Werner Sperber sah dies in den Stadtteilen Altenhof und Kohlenbrunnermühle ähnlich. Für die "wenigen restlichen Grundstücke" in diesen Stadtteilen würden "teilweise Preise von etwa 300 Euro pro Quadratmeter" gezahlt - das sei für eine normale Familie unerschwinglich.
Die Stadt müsse "schnell und sehr großzügig Bauland ausweisen", zum Beispiel in der Nähe des S-Bahn-Halts in Pölliing, der allein durch den Bahnanschluss für viele Bauherren sehr attraktiv sei.
26.09.13