SPD Neumarkt
"Sorge war berechtigt"
NEUMARKT. Bei der SPD fragt man sich, in welcher Höhe die Landesbank-Krise Auswirkungen auf die Region hat.
Der SPD Kreisvorstand tagte zum ersten Mal nach der Landtags- und Bezirkstagswahl. Dabei ging von der Kandidaten Carolin Braun und Helmut Himmler noch einmal der Dank an die aktiven Ortsvereine und die Wahlhelfer im gesamten Landkreis. "Wir haben unsere Ergebnisse gehalten, auch wenn es nicht gelungen ist, Stimmen dazu zu gewinnen," sagte Kreisvorsitzende Carolin Braun.
Jetzt gelte es, weiterhin um Vertrauen bei den Wählern zu werben, durch kontinuierliche Sachpolitik in den Kommunen.
Dazu kündigte sie an, dass weitere Schulungen für die Mitglieder geplant seien, welche die tägliche politische Arbeit erleichtern. Kreisrätin Barbara Schierl aus Berching wird als Betriebsinformatikerin im Januar Kurse in
Excel und
Powerpoint anbieten.
Auch die jüngsten Ereignisse in der Landespolitik wurden von den Neumarkter Genossen ausführlich diskutiert: die Finanzkrise sei seit knapp einem Jahr bekannt, die Verantwortung läge auch in der mangelnden Aufsicht durch den Finanzminister und den Ministerpräsidenten.
"Der Rücktritt von Huber war überfällig", so Carolin Braun. Jahrelang habe die Bayerische Landesbank hochspekulative Geschäfte gemacht – und die Zeche müßten jetzt die Steuerzahler übernehmen. Unverständnis herrschte bei den Sozialdemokraten allerdings über das Verbleiben der verantwortlichen Geschäftsführer in ihren Ämtern.
Seitens der SPD habe man bereits mehrfach eine lückenlose Aufklärung angemahnt – und jetzt zeige sich, dass die Sorge berechtigt war.
"Auch im Kreis hat man unsere Besorgnis nicht ernst genommen," kritisierte Carolin Braun. "Wir fragen uns, in welcher Größenordnung auch Finanzleistungen der Sparkasse Neumarkt nötig sind", fragte Johannes Foitzik, der neue Ortsvereinsvorsitzende Neumarkts.
Mit Spannung verfolgt wurden auch die Koalitionsverhandlungen zwischen CSU und FDP. Es sei sehr bedauerlich, dass die FDP "massiv eingeknickt" sei, was die Bildungspolitik betrifft. Eine längere gemeinsame Schulzeit sei dringend nötig, und gerade im ländlichen Raum wohl auch der Rettungsanker für viele Hauptschulen. Die Modellschulen seien leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Die Beibehaltung der Studiengebühren sei eine falsche Entscheidung, und die Abschaffung der Verwaltungsgebühren nur eine "kosmetische" Entlastung der Studierenden, sagte Juso-Kreisvorsitzender André Radszun.
26.10.08
Beyer ist Direktkandidat
NEUMARKT. Der 34jährige Christian Beyer aus Neukirchen ist SPD-Direktkandidat für den Bundestag.
Beyer wurde bei der Bundeswahlkreiskonferenz im Forsthof in Kastl gewählt. Als SPD-Listenkandidatin soll die 23jährige Studentin Claudia Weßling aus Neumarkt antreten.
26.10.08
Vielfalt beeindruckte

Die SPD-Kreistagsfraktion war zu Gast in Freystadt und wurde von Bürgermeister Gailler (2.v.r.) begrüßt.
NEUMARKT. Sehr beeindruckt von den Entwicklungen und Möglichkeiten der Stadt Freystadt waren die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion nach einer Führung über den neu gestalteten Marktplatz und die Räumlichkeiten im weitgehend restaurierten Spital.
Bürgermeister Willi Gailler hatte sich viel Zeit genommen, um die Sozialdemokraten aus dem Landkreis über die Situation von Freystadt umfassend zu informieren.
Helmut Himmler, Vorsitzender der Kreistagsfraktion, stellte übereinstimmend mit seinem Freystädter Kollegen fest, dass sich nach Besuchen der Kreisräte in Parsberg und Berching nunmehr auch in Freystadt die Vielfältigkeit der Landkreisstädte gezeigt habe und der Landkreis Neumarkt nur dann eine gute Zukunft habe, wenn sich neben der Kreisstadt Neumarkt auch die Städte und Gemeinden gut entwickeln und prosperieren.
Stadt- und Kreisrat Stefan Großhauser aus Möning wies auf fehlende Behindertenparkplätze auf dem Marktplatz und das nicht vorhandene Angebot für eine offene, nicht vereinsgebundene Jugendarbeit in der Gemeinde hin.
Daneben – so Großhauser – könnte und sollte die Schule in Freystadt ihre Attraktivität noch steigern durch die Weiterentwicklung zu einer gebundenen Ganztagsschule mit Betreuungsangeboten am Nachmittag.
Einen unerfreulichen Konflikt gebe es derzeit in Möning zwischen dem FC Möning und einem am Sportgelände anliegenden Nachbarn, der auf dem Rechtsweg das wichtige Sport- und Freizeitangebot des Vereins einschränken will. Das Thema bewege aktuell die Vertreter der Vereine in Möning und darüber hinaus in der ganzen Gemeinde.
22.10.08