Grüne

25 Windräder im Landkreis

NEUMARKT. Der Landkreis Neumarkt wurde von den Grünen als Musterbeispiel für erneuerbare Energien gelobt - inmitten dem "Armutszeugnis" Oberpfalz.

Einen deutlichen Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Oberpfalz fordert der Bezirksverband der Grünen. In der Oberpfalz gebe es in gerade einmal 14 Gemeinden mit einem Anteil der Erneuerbaren Energien von 60 Prozent oder mehr am örtlichen Strombedarf. Im Großteil der über 220 Gemeinden liege der Anteil dagegen noch unter 20 Prozent. "Die Kommunen und Landkreise müssen aufwachen und die Energiewende vor Ort umsetzen", fordert der Bezirksvorsitzende Stefan Schmidt.

Die Grünen setzen dabei insbesondere auf den Bau von Windkraftanlagen. Bis Mai dieses Jahres seien lediglich 41 Windräder in Betrieb gewesen, 25 davon allein im Landkreis Neumarkt. "In einer Flächenregion wie der Oberpfalz und der vorhandenen Windhöffigkeit ist das ein Armutszeugnis", so der Vorsitzende. Selbst in großen Landkreisen mit geringerer Siedlungsdichte wie Amberg-Sulzbach und Schwandorf stehe bislang noch keine einzige Anlage, sagte die "Co-Vorsitzende" Ingeborg Hubert In Rheinland-Pfalz, einem Bundesland ohne beste Windverhältnisse, sei die Dichte der Windkraftanlagen 13 mal so hoch wie in der Oberpfalz.

Gefragt seien auch politische Entscheidungsträger vor Ort. "Die Landräte und ihnen untergeordnete Behörden verstehen sich häufig nur als Genehmigungsbehörden und wirken so als Verhinderungsbehörden. Wenn wir die Energiewende wollen, muss die Politik aber aktiv gestalten und die Bürger dabei mitnehmen."

Als erfolgversprechend sehen die Grünen hier insbesondere kommunale Genossenschaften an. Bürger könnten als Kleininvestoren mit einer soliden Renditechance aktiv und sofort an der Umsetzung der Energiewende beteiligt werden.
16.08.11

Abgeordneter radelt

NEUMARKT. Bei einer Fahrradtour durch die Oberpfalz will der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Dr. Thomas Gambke, auch Neumarkt besuchen.

Schwerpunktmäßig wird Gambke sich bei der Tour der "dezentralen Energieerzeugung in Bürgerhand" widmen: "Hier gibt es in der Oberpfalz viele erfolgversprechende Konzepte und Beispiele. Mein Heimatbezirk Niederbayern ist auf diesem Gebiet dagegen noch Entwicklungsland."

Der Abgeordnete, der bei der Fahrradtour mit seinem E-Bike unterwegs sein wird, sieht dabei insbesondere die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung an der Energieerzeugung als bedeutenden Vorteil von Genossenschaftsmodellen.

Im Landkreis Neumarkt wird Thomas Gambke am Freitag unterwegs sein. Er wird sich über die problematische Lammsbräu-Kreuzung und vorher über die Genossenschaft Jurenergie informieren.
25.07.11

"Gemeinsame Ziele"

NEUMARKT. Der OB-Kandidat der CSU hat bei einer Versammlung des Grünen-Ortsverbandes seine politischen Vorstellungen dargelegt.

Werner Thumann berichtete von seinen Anstrengungen für Natur- und Umweltschutz in den vergangenen Jahren, so die Renaturierung der Sulz, die Gründung von 35 Kinder- und Jugendgruppen in den Obst-und Gartenbauvereinen und des Umweltzentrums am Habsberg und in der Regionalentwicklung für das Markenprogramm "Juradistl-Lamm".

In der anschließenden Diskussion ging es hauptsächlich um lokalpolitische Themen. Dabei wurden die Argumente sehr offen ausgetauscht, hieß es im Anschluß. Auch wenn man - wie bei der Verkehrsführung am Unteren Tor - nicht immer einer Meinung war, gab es auch "gemeinsame Ziele" zu entdecken - so die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe und den Erhalt des Naherholungsgebiets Lengenbachtal.

Die Grünen wünschten dem OB-Kandidatne der CSU schließlich "viel Erfolg für den anstehenden Wahlkampf", wie es in einer Pressemitteilung der Gründen heißt. Beide Seiten wollen sich "künftig häufiger austauschen".
16.06.11

Per Zug zur Demo

NEUMARKT. Die Grünen im Landkreis beteiligen sich am Samstag an einer Groß-Demo gegen Atomkraft in München - und hoffen auf Mitfahrer.

Die partei- und organisationsübergreifende Großdemo findet um 14 Uhr auf dem Odeonsplatz statt. Interessierte sollen möglichst mit dem Zug und dem "Bayernticket" nach München fahren und die Mitfahrgelegenheiten selbst organisieren. Wegen der kurzen Vorlaufzeit sei eine Bus-Organisation nicht möglich gewesen, hieß es von den Grünen.

Die Grünen hoffen auf eine starke Teilnahme aus dem Landkreis Neumarkt, hieß es. Es müsse "endlich ein Ende haben mit dieser unbeherrschbaren und gefährlichen Atomkraft", sagte Kreisvorsitzende Gabriele Bayer. Ihre Partei forderte auch die CSU- und - so wörtlich - die FDP-Abgordneten im Landkreis Neumarkt auf, "ihre Pro-Atom-Haltung endgültig aufzugeben und für einen schnellen Ausstieg aus der Atomkraft zu sorgen".

Die Grünen wollen künftig jeden Montag um 18 Uhr vor dem Neumarkter Rathaus aller Opfer und ihren Familien mit Mahnwachen gedenken - vorerst bis zum Gedenktag von Tschernobyl. Dazu seien alle Bürger, Institutionen, Vereine und Parteien eingeladen.
23.03.11


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ISSN 1614-2853
23. Jahrgang