Christlich Soziale Union

Dorner kandidiert für UPW


Begrüßung (v.l.): Vorsitzender Bernhard Lehmeier, Bürgermeisterin Ruth Dorner, Pressesprecher Martin Meier, Fraktionsvorsitzenden Dr. Werner Mümmler


Damals freute man sich noch parteiübergeifend. Neumarkts
Stadtspitze beim gewonnenen Ratsbegehren: Bürgermeisterin
Ruth Dorner (damals CSU), 2. Bürgermeister Franz Dürung
(UPW) und Oberbürgermeister Thomas Thumann (UPW)
Foto:Archiv
NEUMARKT. Die frühere CSU-Bürgermeisterin Ruth Dorner schließt sich der UPW an, will ihr aber nicht formell beitreten, sondern weiterhin parteilos bleiben.

Am Donnerstag ließ die UPW die Bombe platzen und bestätigte damit auch offiziell entsprechende Informationen von neumarktonline: Ruth Dorner wird bei der kommenden Stadtratswahl für die UPW/FW kandidieren (Eilmeldung hier). Außerdem tritt sie auf der Kreistagsliste für die Freien Wähler an.

Dorner war als CSU-Stadträtin als "Erste Bürgermeisterin" in das Führungs-Trio des Rathauses gewählt worden, dem neben Oberbürgermeister Thomas Thumann (UPW) auch "zweiter Bürgermeister" Franz Düring (UPW) angehören.

Vor fast genau einem Jahr waren dann die Spannungen zwischen der CSU-Bürgermeisterin und ihrer damaligen Partei immer größer geworden: Parteifreunde warfen ihr zu große politische Nähe zu ihren Bürgermeisterkollegen vor. Am 28.Oktober 2012 zog Ruth Dorner einen Schlußsstrich (wir berichteten). Ihre Bemühungen, mit anderen Parteien zusammenzuarbeiten, seien von eigenen Parteifreunden massiv gestört worden, erklärte sie damals.

Nach einem "Anstands-Jahr" erklärte sie nun am Donnerstag, daß sie bei der nächsten Kommunalwahl auf der UPW-Liste kandidieren wolle.

Gegenüber neumarktonline betonte Ruth Dorner jedoch ausdrücklich, "dass ich mich der UPW anschließe und nicht, dass ich der UPW beitrete". Es sei für sie Bedingung gewesen, "als Parteilose auf der Liste kandidieren zu können, was ich auch tue und mir auch so von der UPW angeboten wurde".

"Wir freuen uns sehr, mit Frau Dorner eine so kompetente und allseits geschätzte Person für uns gewonnen zu haben", sagte UPW-Pressesprecher Martin Meier. Es beruhe nicht nur auf gegenseitiger Sympathie und Wertschätzung, sondern man liege auch politisch "auf einer Wellenlänge", so Meier weiter.

"Sachpolitik zum Wohle der Stadt Neumarkt war immer Auffassung meiner politischen Tätigkeit. Überzeugungsarbeit und Kompromisse sind dabei das Einmaleins politischen Wirkens" sagte Bürgermeisterin Dorner. So wurden unter ihrer maßgeblichen Federführung viele Projekte wie das Bürgerhaus oder der Eine-Welt-Laden ins Leben gerufen, hieß es von der UPW.

"Das Thema Klimaschutz liegt mit sehr am Herzen", sagte Ruth Dorner. Allerdings gestalte sich hier der Überzeugungsprozess als sehr schwierig, da dies ein Zukunfts- und Querschnittsprojekt sei. Gerade dies sehe sie jedoch als Herausforderung an, bei einem so wichtigen Themas intensiv weiterzuarbeiten.

Dorner: "Für alle diese Aktivitäten hat die Stadt Neumarkt viele internationale Preise eingefahren – ein Stadtmarketing, das man sich in den Anfängen meiner Stadtratstätigkeit immer gewünscht hat. Bei all diesen Themen kann ich mir der Unterstützung von Oberbürgermeister Thomas Thumann sicher sein, aber auch vieler anderer Stadträte aus UPW, SPD und Grüne, welchen die Gestaltung der Stadt am Herzen liegt."

Als sie nun von der UPW-Spitze um Bernhard Lehmeier, Dr. Werner Mümmler und Martin Meier "angesprochen" wurde, sei es ihr als "reizvolle Aufgabe" erschienen, weitere sechs Jahre die Stadt mitgestalten zu dürfen.

Sie arbeite gerne mit allen Parteien "zum Wohle meiner Heimatstadt auch in Zukunft zusammen", sagte Dorner am Donnerstag. Dabei sei es für sie klar, dass eine "Zusammenarbeit mit eben dem politischen Partner anzustreben oder fortzusetzen ist, mit welchem es die größten Schnittmengen gibt. Und diese sehe ich eindeutig bei der UPW."

"Da zudem die zwischenmenschliche Chemie stimmt, ist es für mich nur logisch erschienen, mein weiteres politische Engagement künftig bei und für die UPW einzubringen", so Dorner.

UPW-Vorsitzender Bernhard Lehmeier sprach von einem "schönen Tag für die UPW". Er sei überzeugt, dass man mit Bürgermeisterin Dorner eine hervorragende Politikerin in den eigenen Reihen begrüßen könne und freue sich auf die Zusammenarbeit mit ihr. Sie werde als amtierende Bürgermeisterin einen der vorderen Listenplätze bei der im März anstehenden Kommunalwahl einnehmen.
31.10.13

Dorner tritt für UPW an

+++ eilt +++

NEUMARKT. Die Neumarkter Bürgermeisterin Ruth Dorner schließt sich den Freien Wählern an. Sie wird bei den Kommunalwahlen für die UPW/FW kandidieren.

Diese Informationen von neumarktonline wurden jetzt offiziell bestätigt. Dorner hatte vor ziemlich genau einem Jahr die CSU verlassen (wir berichteten).

Ausführlicher Bericht folgt. (Bericht hier)
31.10.13

Spionierende Drohnen ?

NEUMARKT. Einige Firmen befürchten offenbar, daß die Drohnen-Flüge zwischen Hohenfels und Grafenwöhr zum Ausspionieren ihrer Betriebe genutzt werden.

Nachdem die umstrittenen Flüge durch Anfragen des Landtagsabogeordneten MdL Reinhold Strobl an den Verteidigungsminister bekannt wurden (wir berichteten vielfach), wandte sich nun MdB Alois Karl an die Bundesregierung. In den letzten Tagen hätten ihm mehrere Mittelständler "als Reaktion auf die jüngste NSA-Affäre" ihre Sorgen geschildert, die aktuellen Übungsflüge der US-Drohnen zwischen den Truppenübungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels könnten auch zur Ausspähung ihrer Betriebe genutzt werden, sagte Karl.

Dabei betont der Wahlkreisabgeordnete für Amberg-Sulzbach-Neumarkt ausdrücklich, es gehe ihm nicht um eine "pauschale Vorverurteilung der US-Streitkräfte".
28.10.13


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ISSN 1614-2853
23. Jahrgang