NEUMARKT. Die Firma Pfleiderer will in Neumarkt rund neun Millionen Euro investieren und die Produktions-Kapazität um zehn Prozent erhöhen.
Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Grund für die Investitionen sei die ausgezeichnete Auftragslage – das Werk in Neumarkt sei seit mehreren Monaten voll ausgelastet.
Wegen des zunehmenden Wohnungsbaus in Deutschland rechnet das Unternehmen in den nächsten Jahren außerdem mit einem weiteren Anstieg der Nachfrage von Holzwerkstoffen. Um dieser Entwicklung entsprechend Rechnung zu tragen, modernisiert Pfleiderer am Standort Neumarkt unter anderem die Schleifstraße, die zum Glätten sowie zum Anrauhen der Spanplatten benötigt wird.
Zudem investiert Pfleiderer in den Umbau der Produktionshalle. Das Ziel: Erweiterung der Lagerkapazitäten sowie effizientere Logistik durch eine Optimierung der Transportwege innerhalb der Halle. Weiterhin plant das Unternehmen verschiedene Umweltmaßnahmen speziell in den Bereichen der Holzeingangsstelle sowie der Schüttgutannahme.
Auch das sogenannte Leimlager, eine Tankbatterie, in der Leime verschiedener Zusammensetzungen lagern, wird auf den neuesten Stand der Technik gebracht. So will das Unternehmen sicheren Umgang mit modernsten Flüssigklebstoffen und eine größere Vielfalt nachhaltiger Produkte garantieren, hieß es.
Der Standort Neumarkt sei für Pfleiderer eine tragende Säule in Punkto Qualität, Zuverlässigkeit und Profitabilität, hieß es aus dem Unternehmen. Mit den geplanten Investitionen nutze man vorhandene Möglichkeiten, um die Produktionskapazität nochmals zu steigern und weiter zu wachsen.
Gleichzeitig wurde aber auch bekannt, daß in den nächsten zwei Jahren bei Pfleiderer in Deutschland rund 70 Arbeitsplätze - davon rund 25 in Neumarkt - abgebaut werden sollen.
27.07.16
Ein Zloty pro Aktie
NEUMARKT. Die polnische Pfleiderer-Mutter schüttet eine Dividende von fast 65 Millionen polnische Zloty an die Aktionäre aus - knapp 15 Millionen Euro.
Das hat die Hauptversammlung der Pfleiderer Grajewo S.A. am Mittwoch für das Geschäftsjahr 2015 beschlossen. Es handelt sich dabei um die erste Dividendenzahlung seit dem Jahr 2008 (für das Geschäftsjahr 2007).
Gemäß dem Vorschlag des Vorstands wird für 2015 die Dividendensumme von 64,70 Millionen polnischen Zloty ausgeschüttet, das entspricht einem Zloty je Aktie. Die Dividendenrendite beträgt am Tag der Hauptversammlung 3,4 Prozent. Der verbleibende Gewinn wird der Kapitalrücklage zugeführt. Laut Beschluss ist der Dividenden-Stichtag der 15. Juli. Die Auszahlung der Dividende ist für den 29. Juli vorgesehen.
Die Pfleiderer Grajewo S.A. erzielte 2015 ein Konzern-Nettogewinn in Höhe von 112 Millionen Zloty, so dass sich die Dividendensumme auf 57,7 Prozent des Gewinns beläuft.
Man wolle auch in den kommenden Jahren Dividendenzahlungen vornehmen, sagte Vorstandssprecher Michael Wolff.
Ende November 2015 hat der Vorstand die Ausschüttungspolitik angepasst. Demnach können ab dem Geschäftsjahr 2016, abhängig von Marktbedingungen und nach der Erfüllung aller rechtlichen Anforderungen, bis zu 70 Prozent des Konzern-Nettogewinns ausgeschüttet werden.
29.06.16
„Energie-Scouts“ ausgebildet
Pfleiderer-Auszubildende haben die Zusatzqualifizierung zu „Energie-Scouts“ abgeschlossen
Foto: IHK/Derek Schuh
NEUMARKT. Die Firma Pfleiderer bildet erste Nachwuchskräfte zu „Energie-Scouts“ aus, die nach umweltfreundlichen Lösungen suchen sollen.
Die ersten sechs Auszubildenden haben ihre Zusatzqualifizierung abgeschlossen.
Zusammen mit zehn weiteren Nachwuchskräften des Holzwerkstoffherstellers haben sie in Leutkirch eine umfangreiche IHK-Schulung absolviert. Zurück im Betrieb können sie ihr neu erworbenes Wissen direkt anwenden, hieß es von Pfleiderer.
„Mit dem Zertifikat als Energie-Scout haben unsere Auszubildenden nicht nur eine gefragte Zusatzqualifikation erworben“, sagte Andreas Götz, der die Ausbildung bei Pfleiderer leitet. Die jungen Leute seien jetzt auch in der Lage, eigenständig Projekte zu bearbeiten beziehungsweise Maßnahmen anzuregen und umzusetzen, mit denen man die Energieeffizienz im Betrieb weiter steigern kann.
Als Erstes haben sich die frisch gebackenen „Energie-Scouts“ ihr Ausbildungszentrum vorgenommen: Während sich Johannes Bierschneider, Johannes Meier und Thomas Seßler der Beleuchtung widmen, sind David Handfest, Bastian Möges und Jonas Rackl zuversichtlich, Energiesparpotenziale in der Heizanlage zu finden.
Das nötige „Handwerkszeug“ haben sie in der Schulung erworben: Auf dem Lehrplan für „Energie-Scouts“ stehen neben allgemeinen Themen zur Energieeinsparung im Betrieb und Haushalt auch Querschnittstechnologien wie Beleuchtung, Druckluft- und Heizungstechnik. Darüber hinaus lernen die Teilnehmer, die Energiekostenstruktur in Unternehmen zu bewerten und Investitionsrechnungen durchzuführen.