Pfadinder Neumarkt
Hilfe zur Hilfe

Das Ehepaar Dürung mit den Neumarkter Pfadfindern.
NEUMARKT. Ein Neumarkter Ehepaar half den Neumarkter St. Georgs-Pfadfindern, in Montenegro zu helfen.
Der Diözesanverband Eichstätt der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) und dessen Rover-Stufen (16- bis 20jährige) aus den einzelnen Stämmen Neumarkt, Wendelstein, Ingolstadt und Eichstätt planen für August 2007 eine 14tägige Fahrt nach Montenegro.
Das Land ist der jüngste Staat der Erde und seit Juli 2006 unabhängig. Zwar ist ein wirtschaftlicher Aufschwung stark spürbar, aber die Spuren des Jugoslawien-Krieges sind noch überall sichtbar. Es mangelt in den Städten und Dörfern vor allem an sozialen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Jugendzentren.
Dort sollen von den Pfadfindern des Bistums Eichstätt in der Hafenstadt Bar soziale Projekte unterstützt werden. Geplant ist zur Zeit, bei der Renovierung einer Schule zu helfen und diese mit zeitgemäßen Unterrichtsmaterialen auszustatten. Außerdem werden sie beim Aufbau eines Jugendzentrums mitwirken. Die Aktion wird in Zusammenarbeit mit der Fränkisch-Montenigrinischen Gesellschaft in Nürnberg durchgeführt; die Schirmherrschaft hat der bayerische Innenminister Günther Beckstein übernommen.
Dass die Pfadfinder für diese Aktion viel Geld brauchen und der finanzielle Aufwand alleine nicht zu bewältigen ist, dachte sich auch die Eheleute Franz und Maria Düring (84 und 86) aus Neumarkt. Durch ihre Enkelin Ann-Marie, die selbst Mitglied bei den Pfadfindern vom Stamm "Pfalzgraf Johann" ist, erfuhren sie von der geplanten Unternehmung und beschlossen sofort, zu handeln: Da im Dezember die diamantene Hochzeit ins Haus stand, bat das Paar darum, auf Geschenke zu verzichten und stattdessen lieber für die Pfadfinder zu spenden.
Und das Ergebnis konnte sich sehen lassen: 1835 Euro konnten Stammesvorstand Matthias Platzek und der Leiter der Rover-Stufe, Matthias Wölfl, jetzt in Empfang nehmen. Bei einem kurzen Besuch bedankten sich beide recht herzlich und ließen sich von Familie Düring noch einmal ermutigen, beim Spendensammeln nicht nachzulassen.
Auch ein Erlanger Software-Unternehmen nahm im Dezember 2006 die Fahrt nach Montenegro in ihre Weihnachts-Aktion mit auf. So kamen weitere 445 Euro für die Pfadfinder zusammen. "Dieser Einsatz ist überwältigend", so Matthias Wölfl, "noch mehr von solchen großzügigen Aktionen und wir können in Montenegro im Sommer einiges bewegen."
09.01.07
Bäume werden entsorgt

Wie jedes Jahr werden in Neumarkt Jugenverbände die ausgedienten Christbäume entsorgen.
Foto:Archiv
NEUMARKT. Wenn statt Geschenken nur mehr Nadeln unterm Christbaum liegen - dann treten traditionell die Pfadfinder in Aktion.
Der Weihnachtsbaum stand in den letzten Tagen definitiv im Mittelpunkt in vielen Wohnzimmern. Schön geschmückt mit Lametta, eingesprüht mit Kunstschnee, ist der Tannenbaum dazu da, um Kinderaugen zum Leuchten zu bringen.
Früher oder später liegen unter dem Christbaum allerdings keine Geschenke mehr, sondern nur mehr jede Menge Nadeln. Nach den Festtagen wird das stolze Objekt zum pieksenden Entsorgungsproblem.
Neumarkter Jugendgruppen nehmen sich Jahr für Jahr dem Problem der "Entsorgung" an. Bewährt organisiert von den Jugendlichen der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) werden sie wieder von der THW Jugend Neumarkt tatkräftig unterstützt.
Wie jedes Jahr am Samstag nach Heilig-Drei-König werden die Kinder und Jugendlichen am 13.Januar von 8.30 bis etwa 18 Uhr von Haus zu Haus gehen und die Bäume einsammeln, die anschließend am Blomenhof entsorgt werden. Der "Nadler" sollte dabei am besten schon gut sichtbar vor dem Haus stehen und muss frei von Lametta oder sonstigem Schmuck sein.
Manfred Leuschner, Gesamtkoordinator der Aktion, weiß, dass man es nicht allen Bürgern recht machen kann: "Bei der Menge von rund 10.000 Bäumen kann es schon mal vorkommen kann, dass einer übersehen wird". Es bestehe natürlich kein Recht auf Abholung.
Gesammelt wird rund um die Altstadt und in den Ortsteilen Holzheim, Hasenheide, Kohlenbrunnermühle, Mühlen, Pölling, Woffenbach und Wolfstein (siehe Skizze unten).
Das Abholen der Bäume ist zwar kostenlos, trotzdem freuen sich die Mitglieder der Jugendverbände, die den ganzen Tag bei Eiseskälte und zwischen pieksenden Gewächsen ausharren, über einen kleinen Obolus.
Die Pfadfinder werden die Spenden zum Teil der eigenen Jugendarbeit zu Gute kommen lassen, wie auch dem Projekt "Geschenke für den Frieden - Aufbauhilfe in Montenegro". Die Rover-Stufe (16- bis 21jährige Pfadfinder) werden im Sommer nach Montenegro fahren um dort eine Schule zu renovieren.

Die Christbäume werden im Stadtgebiet und verschiedenen Ortsteilen abgeholt.
05.01.07
Friedenslicht abgeholt
NEUMARKT. Die Pfadfinder der Woffenbacher VCP-Siedlung Taizé holten das "Friedenslicht" während eines Aussendungsgottesdienstes in der Nürnberger Lorenzkirche ab.
Das Friedenslicht wird jedes Jahr kurz vor Weihnachten über der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet, um den Frieden von dort aus symbolisch in der ganzen Welt zu verbreiten. So kam das Licht über Wien schließlich nach Nürnberg.
Die Woffenbacher Pfadfinder werden das Friedenslicht am kommenden Sonntag zu folgenden Terminen an die Neumarkter Bürger weitergeben:
- 9.30 Uhr: Katholische Kirche St. Willibald Woffenbach
- 14.30 Uhr: Martin-Schalling-Haus
- 15 Uhr: Schlosskapelle
- 15 Uhr: Christuskirche
- 15 Uhr: Klinikum
- 16 Uhr: Dietrich-Bonhoeffer-Haus
20.12.06