Kommunalwahlen 2014

Stadt Neumarkt  
Grüne

Johanna Stehrenberg

Alter: 56 Jahre
Familienstand: verheiratet, 2 erwachsene Kinder, 1 Hündin ;-)
Beruf: Med. techn. Assistentin; Study Nurse
Ehrenämter: Seit 2008 im Neumarkter Stadtrat für B´90/Die Grünen
Seit 2004 Laienrichterin am Verwaltungsgericht Regensburg
Mitglied bei Greenpeace und Peta (People for ethical treatment of animals)

Bauen/Wohnen/Leben

Grüne Politik steht für Klimaschutz und Naturschutz, dazu gehört eine durchdachte regenerative Energiepolitik.
B´90/Die Grünen streben an, bis 2030 alle bayerischen Gemeinden, Städte und Landkreise unabhängig von Erdöl-, Erdgas- und Uranimporten zu machen. Wir arbeiten für energieautarke Landkreise und Gemeinden. Hierbei spielt natürlich die Energieeffizienz eine große Rolle. In NM gibt es einen Klimaschutzfahrplan – den gilt es konsequent umzusetzen! Die Kommune muss selbstverständlich mit gutem Beispiel vorangehen: öffentliche Gebäude und Gebäude in öffentlichem Besitz müssen energetisch auf höchstem Standard saniert werden.
Bayern ist im Flächenverbrauch Spitzenreiter. > 18ha (ca. 25 Fußballfelder) werden täglich versiegelt. Konkret für NM heißt dies: bevor neue Gewerbegebiete ausgewiesen werden, müssen die bestehenden ausgelastet werden. Hier ist eine Vernetzung mit angrenzenden Gemeinden auf Dauer sinnvoll. Vor der Ausweisung neuer Baugebiete gehört die Erstellung eines Baulückenkatasters. Die fußläufige Erreichbarkeit von Einrichtungen der Nahversorgung (Einkaufsmöglichkeiten), sozialen Treffpunkten (Bürgerhaus, G 6) oder Freiflächen (Spielplätze; Parks) muss im Bauleitplan erfasst werden. Verträgliche Verdichtung genauso wie intelligente Nutzungskonzepte für leerstehende Bausubstanz muss vorangetrieben werden. Die Grünen wollen hierzu erreichen, dass die Finanzmittel für das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ wieder deutlich aufgestockt werden. Wohnraum, der energetisch saniert ist, altersgerecht und barrierefrei ist. muss für alle Lebensformen (z. B. Singles, Alleinerzeihende, Alte, Behinderte, Mehrgenerationenwohnen) geschaffen werden – und zwar BEZAHLBAR.
Wir Grüne setzen uns für mehr Mittel von Bund und Land zur Förderung des sozialen Wohnbaus ein. Bauherrengemeinschaften, Genossenschaften, alternative Wohnprojekte und gemeinschaftliche Wohnformen gilt es besonders zu unterstützen.

Verkehr

Eine Verkehrspolitik bei der der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) kundenfreundlich orientiert ist wird künftig unumgänglich sein. Die Mobilität im ländlichen Raum muss für alle Nutzergruppen verbessert werden. Kleinbusse, Mitfahrzentrale, flächendeckendes Car-Sharing, barrierefreie Angebote müssen fragwürdige Fahrten von „Geisterbussen“ vermeiden; bedarfsgerechte Systeme sind zu installieren. Innerorts Tempo 30km/h dient dazu, Verkehrsbelastung und -lärm zu verringern.

Familie/Beruf

Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind für die Kinderbetreuung sehr flexible Öffnungszeiten – auch während der Ferienzeiten - notwendig und Betreuung durch Fachpersonal mit entsprechender Bezahlung.
Wir setzen uns für Menschenrechte ein, für soziale Gerechtigkeit und Solidarität mit den Schwachen. Inklusion sehen wir als wichtige Querschnittaufgabe in allen kommunalpolitischen Bereichen, um die Teilhabe aller Personen zu gewährleisten.
Bezogen auf die Schulen für die NM zuständig ist, bedeutet dies eine Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen Lebenshilfe-Einrichtungen und Grund- und Hauptschulen. Wir haben die einmalige Chance, durch die Einrichtungen vor Ort für Menschen mit Handicap eine echte Inklusion zu leben! Dies muss von Eltern, Lehrpersonal und Kommune getragen werden. Gleiches gilt für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Langfristig gilt für uns Grüne das Ziel „eine Schule für alle“, d. h. alle Kinder gehen von der 1. bis zur 9. Klasse gemeinsam in die Schule vor Ort und entscheiden dann, welche schulische oder berufsbildende Laufbahn sie weitermachen.

Für unseren jungen Neumarkter wünschen wir uns seit langem ein Jugendparlament, um den Jugendlichen auch selbst eine Stimme zu geben. Jugend braucht ihre Selbstverwaltung, um Eigenverantwortung zu übernehmen.
Desweiteren plädieren wir für eine Herabsetzung des Wahlalters bei Kommunalwahlen und Bürgerentscheiden auf 16 Jahre. Individualität statt Anpassung, Dialog statt Bevormundung, Freiraum statt Ausgrenzung – nur so begegnet kommunale Politik jungen Menschen mit Respekt und macht damit die Kommune lebenswert.

Finanzen

Jeder 7. Haushalt in Bayern ist verschuldet. Auch in NM gibt es einen Leb-Mit-Laden, der gut in Anspruch genommen wird bzw. werden muss! Unser besonderes Augenmerk muss auf Alleinerziehenden und Familien mit mehreren/vielen Kindern liegen. Hier gilt oftmals: wer ein niedriges Einkommen hat, ist auch im Alter arm. Schulerfolg darf nicht von sozialer Herkunft abhängen. Wer schlecht ausgebildet ist, hat schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Soziale Ausgrenzung gilt es zu verhindern. Interkultureller Dialog und Chancengleichheit muss gefördert werden. NM steht finanziell – im Gegensatz zu den meisten anderen Kommunen – gesund da. Das heißt nicht, dass wir Gelder sinnlos verprassen dürfen. Des verpflichtet aber, gerade bei uns darauf zu achten, dass wir nachhaltig mit allen Resourcen umgehen und unseren Bürgern größtmögliche Unterstützung (z. B. gebührenfreie Nutzung aller öffentlichen Einrichtungen wie Eislaufbahn, Freibad, ÖPNV für HartzIV- und ALG 2-Empfänger) geben (s. a. Soziale Integration).

Um den Grünen Wandel in den bayerischen Kommunen weiter voranzubringen, brauchen wir Ihre Unterstützung. Stimmen Sie am 16. März 2014 für mehr GRÜN in unseren bayerischen Städten und Gemeinden!
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ISSN 1614-2853
23. Jahrgang