Denkbar knappes Ergebnis

Die Jury mit den Preisträgern
NEUMARKT. Die Entscheidung zum Architektenwettbewerb für die Neumarkter Stadthalle am Feitagabend war so spannend wie sie nur sein konnte: mit 6:5 Stimmen setzte sich schließlich der Entwurf des Stuttgarter Büros gegen die Pläne des Architektenduos aus München durch (wir berichteten).

Oberbürgermeister Alois Karl lobt in einer Presse-Konferenz am Sonntag die hervorragende Arbeit der Jury-Mitglieder und durfte seinerseits auch gleich Lob einstreichen: Nur ganz selten, so der Jury-Vorsitzende Professor Fritz Auer, erlebe man eine so professionell vorbereitete Preisgerichtstagung wie in Neumarkt. Auer lobt die Stadt dafür, den Wettbewerb für die Stadthalle europaweit ausgeschrieben zu haben. Die damit verbundenen Mühen würden durch die Vielfalt der eingereichten Entwürfe mehr als wett gemacht.

Aus den Protokollen der Sitzung wird deutlich, daß es sich die Preisrichter nicht leicht gemacht haben, aus den verbliebenen 46 Arbeiten die besten auszuwählen. Vor allem um den ersten Platz wurde gerungen. Mit dem denkbar knappsten Ergebnis entschied man sich für das Modell von Hasso Mory und Manfred und Julian Vielmo vom Stuttgarter Büro Mory-Osterwalder-Vielmo.

Wieviel Sympathien der Entwurf des Münchner Architektenduos Gudrun Zierer und Albert Dischinger genoß, läßt sich ebenfalls leicht aus dem Abstimmungsergebnis herauslesen: nach der knappen Entscheidung für den ersten Preis erfolgte die Verteilung des zweiten Preises einstimmig.

Interessanterweise haben die Münchner Architekten beim Standort der Halle etwas gezaubert und das ganze Ensemble nicht direkt an die Schanze, sondern deutlich mehr in Richtung Innenstadt hin verlegt. Der Stadtrat wird in den nächsten Wochen und Monaten viel Gelegenheit haben, sich mit den Entwürfen auseinanderzusetzen, wie Oberbürgermeister Alois Karl sagte. Eine Empfehlung an den Stadtrat wollte das Preisgericht angesichts des knappen Abstimmungsergebnissen ausdrücklich nicht geben

Der erste Preis war mit 22 000 Euro dotiert, der zweite mit 17 500, der dritte mit 13 100, der vierte mit 10 500 und der 5. mit 7000 Euro. Außerdem entschloß man sich zum Ankauf von vier weiteren Entwürfen zu je 4 375 Euro.

Das Preisgericht würdigte in den Protokollen die verschiedenen Arbeiten:

1. Preis (mit Fotos)
2. Preis (mit Fotos)

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