"Bestechender städtebaulicher Ansatz"

Der zweite Preis
NEUMARKT. So sieht die kritische Würdigung des Preisgerichts für den zweiten Preis aus (Original-Text aus dem Protokoll der Abschluß-Sitzung):

Der eigenständigeund überraschende städtebauliche Ansatz, die Stadthalle in die Altstadt einzufügen, ist bestechend. Mit einfachen Mitteln wird ein spannungsvoller, plastischer Baukörper geschaffen, der den Maßstab der Altstadt weiterentwickelt. Mit dieser Konzeption eröffnen sich neue und unerwartete Entwicklungsmöglichkeiten für den Stadtpark, die Schanze und das kulturelle Zentrum.

Aufgrund der beengten Situation und der allseits exponierten Lage sind Anlieferungsbereiche nicht unproblematisch. Das Freiflächenkonzept ist knapp und präzise, insbesondere die Ausformung des Leitgrabens überzeugt.

Die Abfolge von Foyer, Saal, Bistro und Tagungsräumen ist unter einem durchgehenden Dach großzügig entwickelt. Dieser Eindruck wird verstärkt durch eine bewusst differenzierte Gestaltung der der Stadt bzw. dem Park zugewandten Fassaden - Lochfassade und arkadenartig zweigeschossige öffnungen. Überzeugend ist auch die unmittelbare Zuordnung zum Kulturzentrum Residenzplatz, in das sich die Stadthalle wie ein Schlussstein einfügt.

Die Architekten Gudrun Zierer und Albert Dischinger aus München mit Jury-Vorsitzendem Prof. Fritz Auer (rechts)
Eine offene Durchwegung unterhalb des nach Osten auskragenden Baukörpers im Zuge der direkten Verbindung Altstadt-Vorstadt wäre wünschenswert.
Die Andienung der Bühne ist grundsätzlich möglich, aber durch Platzmangel eingeschränkt.
Die angrenzende Wohnbebauung würde durch die zu erwartende Lärmbelästigung gestört; eine Einhausung der Anlieferung erscheint unumgänglich.
Die Zugangssituation von der Altstadt ist optimal gelöst.
Taxi- und Busvorfahrt sind nachgewiesen, die Entfernung zum Eingang ist etwas zu lang
Eine direkte Anbindung an die geplante Tiefgarage wird nicht angeboten.
Das Raumprogramm ist gut erfüllt.
Das Besucherfoyer und der Eingangsbereich sind großzügig gestaltet und ermöglichen eine variable Bespielung.
Der große Saal ist an der unteren Bemessungsgrenze, aber gut erweiterbar.
Die Raumhöhen unter der Empore sind zu knapp.
Bühne, Magazin und Künstlerbereich sind gut gelöst.
Der schräge Bühnenzuschnitt ist ungewöhnlich und wirft Probleme bei den Sichtlinien und bei der Nutzbarkeit der Bühnenfläche auf.
Die Verteilung der Künstlerräume auf verschiedene Ebenen ist organisatorisch ungünstig.
Die Tagungsräume sind gut orientiert, jedoch nicht gesondert erschliessbar für eine externe Nutzung.

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