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ISSN 1614-2853
5. Jahrgang

"Ignoranz oder Unwissen"

NEUMARKT. Im Rathaus wird die geplante Brücke über den Berliner Ring bei Pölling vehement verteidigt.

Nachdem neumarktonline am Mittwochabend über die geplanten Proteste von Flitz und Grünen berichtet hatte traf am Donnerstag prompt eine Stellungnahme aus dem Rathaus ein, in dem den Stadträten von Flitz und Grünen "Fundamentalopposition, Ignoranz oder Unwissen" vorgeworfen wird.

Wir veröffentlichen die Stellungnahme der Stadt im Wortlaut:

Zur Aktion von Flitz und Grüne gegen die geplante Überführung in Pölling

Es zeigt sich wieder einmal, dass einige wenige - sei es aus einer Haltung der Fundamentalopposition, aus Ignoranz oder Unwissen heraus - ein Vorhaben mit unzutreffenden Aussagen und Behauptungen ablehnen.

Unzutreffend ist: extrem steile Rampe (sechs Prozent)
Die tatsächlich geplante Überführung weist 4,9 Prozent Steigung auf. Sie ist damit deutlich niedriger als andere Überführungen, etwa bei Stauf (dort: 5,2 Prozent) oder bei Woffenbach (dort: sechs Prozent). Alle genannten Überführungen beweisen, wie problemlos eine solche Überführung über den Ring für alle Verkehrsteilnehmer funktioniert. Damit ist die bei Pölling geplante Überführung auch behindertengerecht.

Unzutreffend ist: Die Verkehrsberuhigung durch die neue Umgehung würde durch die Brücke rückgängig gemacht - der Verkehrslärm in den Wohngebieten würde zunehmen
Durch die neue Umgehung wurde Pölling von der Belastung durch vorher 15.500 Fahrzeuge täglich befreit. Derzeit befahren die Pöllinger Hauptstraße nur noch 2.400 Fahrzeuge täglich. Dies ist ein Wert wie ihn etwa die St.-Anna-Straße, die Straße "Am Sand" in Holzheim oder die Karl-Speier-Straße aufweisen. Man kann also von einer massiven Reduzierung des Lärms von vorher 100 Prozent auf jetzt 15 Prozent sprechen.

Diese enorme Entlastung wird durch eine Brücke nun nicht rückgängig gemacht, sondern sogar weiter verbessert:
  1. Die bisher durch den Verkehr auf dem Ring an der bestehenden Ampelkreuzung entstehende Lärmbelastung wird weiter reduziert. Denn es entfällt das besonders lärmintensive Anhalten und wieder Anfahren an der bisherigen Ampel, das gerade beim Schwerlastverkehr mit zusätzlich hoher Lärmentwicklung verbunden ist.
  2. Durch eine kreuzungsfreie Anbindung ist es künftig auch nicht mehr möglich, direkt vom Ring nach Pölling abzubiegen. Dies bedeutet, dass dann wohl kaum noch Fahrer, die nicht nach Pölling wollen, die Durchfahrt durch Pölling wählen werden, weil der Weg über die neue Umgehung eindeutig leichter und schneller ist.
  3. Die Pläne und die Ergebnisse zur Lärmsituation zur neuen Überführung wurden auch in einer Bürgerversammlung am 6.10.2004 den Bewohnern Pöllings vorgestellt. Karl-Heinz Dietl vom Straßenbauamt Regensburg hat dabei die Lärmreduzierung anschaulich vorgestellt. Von den rund 230 Anwesenden wurde die Überführung einhellig positiv angenommen, ablehnende Gegenstimmen wurden nicht geäußert.
Unglaublich ist: "Es besteht kein Bedarf für dieses weitere Monsterbauwerk"
Geradezu unglaublich erscheint es aus Sicht der Stadt, von einem "Monsterbauwerk" zu sprechen, wo es um die Sicherheit der Menschen geht. Denn eine kreuzungsfreie Überführung stellt für alle Verkehrsteilnehmer, besonders aber für Fahrradfahrer und Fußgänger die sicherste Lösung dar, auf die Stadt und Straßenbauamt bei allen Überlegungen für eine Lösung stets besonders geachtet haben. Wenn die Gegner argumentieren, dass dafür "Geld zum Fenster hinausgeworfen" werden soll, so bleibt es jedem überlassen, sich selber ein Urteil über den Standpunkt der Gegner und deren Einstellung zu machen.

Nicht vergessen werden darf
Ziel einer Lösung für die Anbindung Pöllings muss es auch sein, den Ring attraktiv zu halten. Nur so kann er seine Bestimmung als Umfahrung der Stadt erfüllen. Dazu muss die Verkehrsführung flüssig gestaltet sein.
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