Gegen "Monsterbauwerk"
NEUMARKT. Flitz und Grüne kündigen ernsthaften Widerstand gegen die geplante Brücke über den Berliner Ring bei Pölling an. Mit einer Fragebogen-Aktion wollen sie dabei die Bürger hinter sich bringen.
Bei einem Ortstermin am Ort der geplanten Brücke stellten sie am Mittwoch ihre Kritikpunkte der Öffentlichkeit vor. Die Bundesstraße 8
und der Radweg sollen dort mit einer "extrem steilen Rampe" über den Berliner
Ring geführt werden. Diese Brücke werde etwa sechs Meter hoch werden, die Fahrbahn werde also "in Höhe der Dachrinnen der an der Hagen-Straße angrenzenden Häuser
liegen".
Flitz und Grüne zählten die Hauptpunkte auf, warum man "diese Planung außerordentlich problematisch" sieht:
- Durch die Höhenlage der Brücke des Brückenbauwerks werden weite Bereiche der Kriemhildstraße/ Hagenstraße / Siegfriedstraße / Hauptstraße wieder massiv verlärmt werden.
- Hinzu kommt die verstärkte Verlärmung ihrer Wohngebiete durch die Erhöhung der Geschwindigkeit auf dem Berliner Ring. Der vom Stadtbaumeister vorgeschlagene Lärmschutz mittels Begrünung bringt keine Wirkung , ist fachlich falsch!
- Der unbestrittene Gewinn an Lebensqualität durch Verkehrsreduzierung in Pölling wird zunichte gemacht
- Das geplante Brückenbauwerk wird gerade für ältere Menschen, Fußgänger mit Kinderwägen und Gehbehinderte eine zusätzliche Erschwernis darstellen.
- Das Gefälle der Rampe wird mit fast 6% extrem steil. Fahrradfahrer rasen ungebremst auf die Kreuzung Siegfriedstraße zu!
- Wenn Pöllinger Bürger zukünftig Richtung Hasenheide wollen, müssen sie den Umweg über den Kreisverkehr fahren!
- Der Verkehr wird durch die Brücke wieder von der B 8 weg und in den Ort hineingeleitet (Schleichstrecke!)
- Nicht zuletzt wird das Ortsbild unwiederbringlich zerstört.
Die derzeitige Lösung mittels Ampeln würde vollkommen ausreichend, hieß es bei dem Presse-Termin: "Es besteht kein Bedarf für dieses weitere Monsterbauwerk". Dies gelte vor allem "in Zeiten, in denen wir Bürger
ohnedies durch den Größenwahn unserer Politiker immer mehr belastet werden!"
Flitz und Grüne riefen dazu auf, an ihrer Fragebogenaktion teilzunehmen und Widerspruch im derzeit laufenden Planfeststellungsverfahren zu erheben.