"Asozial"-Vorwurf nicht vergessenNEUMARKT. Der Vorwurf von Grünen-Stadtrat Johann Gloßner in einer Pressemitteilung der Fraktionsgemeinschaft, OB Alois Karl und die CSU-Fraktion würden "asoziales Verhalten" zeigen, ist noch längst nicht vergessen.Als jetzt Oppositionssprecher in der Stadtratssitzung am Dienstagabend an die CSU appellierten, aus Fairneßgründen Ausschuß-Sitze an die kleineren Fraktionen abzugeben (ausführlicher Bericht hier), wurde von der Mehrheitsfraktion sofort der damalige Vorwurf aus der Schublade geholt, den Gloßner bis heute nicht zurückgenommen habe - und am Dienstag quasi noch einmal erneuerte! Die Juristen im Rathaus hatten festgestellt, daß eine Änderung der Senats-Zusammensetzungen in Neumarkt zugunsten der kleineren Fraktionen durch ein Verwaltungsgerichtshof-Urteil vom März eben nicht gedeckt sei. Als Sprecher von Flitz und Grünen der CSU vorschlugen, zugunsten eines besseren Klimas im Stadtrat freiwillig auf die Sitze zu verzichten, stieß man auf taube Ohren. Er könne es vielleicht durchgehen lassen, daß jemand eine ganze Fraktion als "asozial" bezeichne, sagte Bürgermeister und CSU-Fraktions-Chef Arnold Graf pikiert: "Nicht aber, daß er nicht bereit ist, sich später davon zu distanzieren!". Auch Oberbürgermeister Alois Karl trat kräftig nach: "Für mich wäre es schwierig, Sie in ein solches Gremium mit reinzunehmen", sagte er direkt an Gloßner gewandt. Der Grünen-Stadtrat dachte gar nicht daran, klein beizugeben: Daß seine Vorwürfe richtig seien, werde ja "immer wieder bewiesen", sagte Gloßner unter heftigem Protest vieler Stadträte. Dann ging er noch die ganze CSU-Fraktion frontal an: "Dieses Gremium droht zu ersticken, weil alle nur abnicken, was sich einer in der Nacht ausgedacht hat!" (neumarktonline kommentierte den "asozial"-Vorwurf damals) Erstellt am
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