Zweithöchstes Aufklärungsergebnis
Die Aufklärungsquote beträgt 64,7 % (61%) und konnte somit um 3,7 % gesteigert werden. Die Polizeidirektion Regensburg bewegt sich damit exakt im Landesdurchschnitt und erzielte das zweitbeste Aufklärungsergebnis seit Bestehen des Schutzbereichs. Insbesondere der Diebstahl aus Kraftfahrzeugen (+286), der Straftaten gegen das Ausländergesetz (+449) und die Vermögens- und Fälschungsdelikte (+639) trugen zum Anstieg der Straftaten bei. Diebstahlsdelikte sind mit 39,2 % (40,9 %) an der Gesamtkriminalität beteiligt. Bei einem tatsächlichen Anfall von 11.679 (11.650) beträgt der Anstieg 29 Fälle. Eklatant ist der Anstieg im Bereich des PKW-Diebstahls bzw. des Diebstahls aus Kraftfahrzeugen. 205 (154) Kraftwagen wurden im Jahr 2003 gestohlen, was einen Anstieg um 33,1 % gleichkommt. Ebenfalls angestiegen ist die Zahl der Diebstähle aus PKW auf 1322 Fälle (1036). Dies bedeutet einen Anstieg um 27,6 % oder 286 Fälle. Verantwortlich dafür sind zahlreiche Seriendelikte. Erfreulicherweise nur ein geringer Anstieg um 12 Fälle (+1,5 %) auf 791 Delikte ist im Bereich der Gewaltkriminalität zu verzeichnen. Besonders hervorzuheben in diesem Bereich ist, dass keine (9) rechts- bzw. linksextremistischen Gewalttaten bearbeitet werden mussten. Während im Bereich der schweren und gefährlichen Körperverletzungen mit 633 Fällen (613) 20 oder 3,3% mehr angezeigt wurden, war der Anteil der Sexualstraftaten leicht rückläufig. 27 Vergewaltigungen (38) und 75 Fälle (77) von sexuellem Missbrauch von Kindern beschäftigten die Beamten. Das Aufklärungsergebnis bei Vergewaltigungen konnte von 94,7 auf 96,3% gesteigert werden. Nur einen geringen Anstieg um 99 Delikte (+1,5 %) auf 6.640 nennt die Statistik im Bereich der Straßenkriminalität. Trotz der deutlichen Zunahme im Bereich der Diebstähle von/aus Kfz (siehe oben), die zu diesem Bereich zählen, ist es gelungen die Fallzahlen in diesem Sektor, der das Sicherheitsgefühl der Bürger entscheidend prägt, annähernd gleich zu halten. Erfreulich ist der Rückgang der Fahrraddiebstähle um 195 auf 997 Fälle, was einem prozentualen Anteil von -11,0% gleichkommt. Dabei ist gelungen, die Aufklärungsquote um 6,1% auf 12,8% zu verdoppeln. 1182 (1120) Fälle von Betäubungsmittelkriminalität wurden 2003 bearbeitet. Das Plus von 62 Fällen bedeutet einen Anstieg um 5,5%. 8 (6) Rauschgifttote sind zu verzeichnen, wobei der Schwerpunkt wiederum in der Stadt Regensburg mit 6 Toten lag. Die Opfer waren ausschließlich Männer im Alter zwischen 22 und 51 Jahren. Drogen im Verkaufswert von etwa 345.000 Euro (356.000 Euro) wurden sichergestellt. Von den im Jahr 2003 im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz festgenommenen 396 Personen (377) erließ der zuständige Ermittlungsrichter in 54 Fällen Haftbefehl. Im Bereich der "sonstigen Kriminalität" bewegt sich die Zahl der Vermögens- und Fälschungsdelikte mit 5009 Fällen (4370) auf sehr hohem Niveau. Dies bedeutet eine Zunahme um 639 Fälle oder 14,6 %. Insbesondere Betrugsstraftaten im Bereich der sogenannten "Internetkriminalität" und der unbefugte Gebrauch von entwendeten EC-Karten sind hier ausschlaggebend. Der Deliktbereich der Sachbeschädigung ist um 96 Delikte auf 3049 gesunken, was ein Minus von 3,1% bedeutet. Ebenfalls rückläufig sind die Fälle vorsätzlicher Brandstiftung, wo ein Rückgang um 7 Fälle auf 50 Delikte (-12,3 %) festzustellen ist. Reduzierte hat sich auch die Anzahl von Ermittlungsverfahren im Bereich der Umweltdelikte. Während im Vorjahr noch 99 Fälle zu bearbeiten waren, verringerte sich die Zahl um 10,1% auf 89 Fälle. Insgesamt wurden im Jahr 2003 14064 (12607) Tatverdächtige ermittelt. Darunter waren 3142 Nichtdeutsche, was einem Anteil von 22,3% ausmacht (2544 / 20,2%). Bei Nichtberücksichtigung von ausländerspezifischen Straftaten (Ausländergesetz, Asylverfahrensgesetz) reduzierte sich der Anzahl der Nichtdeutschen an der Gesamtkriminalität auf 14,1% (14,5%). Kinder bis 14 Jahre sind mit 587 (653), Jugendliche (14-18 Jahre) mit 1519 (1334) und Heranwachsende (18-21 Jahre) mit 1541 (1375) Tatverdächtigen in der Gesamtzahl enthalten Neben repressiven Aufgaben nimmt auch die Prävention einen hohen Stellenwert in der polizeilichen Arbeit ein. Speziell geschulte Beamte waren für 173 Vorträge im Dienstbereich, vor allem an Schulen, aber auch vor erwachsenem Publikum, unterwegs und konnten 5863 (4590) Zuhörer ansprechen. Seinen Dank an alle Mitarbeiter der Polizeidirektion Regensburg brachte Leitender Polizeidirektor Heinrich Riederer abschließend zum Ausdruck. Trotz der größeren Anforderungen leisten die Beamten motiviert und erfolgreich ihren Dienst zum Wohl der Bürger. Er erinnerte dabei nochmals an Begebenheiten aus 2003, die besonderes Aufsehen erregten, wie z.B. das geklärte Tötungsdelikt zum Nachteil einer 48-jährigen Frau aus Wald im Landkreis Cham, im August des Jahres, sowie den Überfall auf einen Regensburger Juwelier im Juni, der zwischenzeitlich geklärt werden konnte. Der Direktionsleiter betonte die gute Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden, den Rettungsdiensten und den Feuerwehren. Lobend nannte Riederer auch das Engagement der Senipolberater und der Angehörigen der Sicherheitswachten in Regensburg, Neumarkt, Cham und Neutraubling sowie die Arbeit der Sicherheitsbeiräte in Neutraubling und Regensburg. Die Unterstützung, die die Medien bei der Öffentlichkeitsfahndung gewähren, wurde ebenso anerkennend gewürdigt, wie das Verhalten von aufmerksamen Bürgern, die durch Hinweise an die Polizei bei der Klärung von Straftaten mitwirken. Erstellt am
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