Pfleiderer Mitunterzeichner der High-Speed-Initiative

NEUMARKT. Pfleiderer hat zusammen mit zwei anderen deutschen Unternehmen aus der Bahntechnik-Branche am Dienstag im Beisein von Bundeskanzler Gerhard Schröder und des Gouverneurs der Provinz Guangdong Huang Huahua in der südchinesischen Stadt Guangzhou die Gründung einer „Deutschen High-Speed Initiative“ besiegelt.

Bei den Unternehmen handelt es sich um den Weichen-Systemlieferanten BWG mit Hauptsitz in Butzbach, den in Neumarktansässigen Fahrwegsystemanbieter Pfleiderer Infrastrukturtechnik und den Bahntechnikbereich der Siemens AG, Transportation Systems. Ziel des Zusammenschlusses ist die Gründung von Kompetenzzentren in China, die für die lokalen und nationalen Bahnbetreiber Knowhow beratend zur Verfü-gung stellen. Grundlage dafür sind die bei deutschen und in anderen Ländern bei der Abwicklung von Bahn-Großprojekten gewonnenen Erfahrungen.

Die Repräsentanten der drei deutschen Unternehmen unterzeichneten zudem mit der Guangdong Railway Group Corporation Ltd., vertreten durch den General Manager, Yang Tu Sheng, einen Letter of Intent (LoI) für das erste Kompetenzzentrum der Deutschen High-Speed Initiative. Die Einrichtung soll in Guangzhou angesiedelt werden und die Entwicklung der 127 Kilometer langen Neubaustrecke von Guangzhou nach Zhuhai unterstützen. Guangzhou und Zhuhai sind wie Foshan, Shenzhen und Hongkong die wichtigsten Zentren im Delta des Pearl River. Diese Region weist heute das größte Wirtschaftswachstum Chinas auf und erwirtschaftet etwa ein Drittel des chinesischen Bruttoinlandsprodukts. Gemäß eines Programms zur Verbesserung des Eisenbahnnetzes plant die Provinz Guangdong, als Hauptregion des Pearl River-Deltas, diese Städte mit einem modernen Intercitynetz (Mischverkehr von High-Speed- und Pendlerzügen) zu verbinden, das in der Endstufe eine Länge von bis zu 600 km haben wird.

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