OB setzt sich für Erhalt der Fernzüge ein

NEUMARKT. Oberbürgermeister Alois Karl hat kein Verständnis für den geplanten Wegfall der Fernzüge in Neumarkt. Schon seit Bekanntwerden der Bahnpläne hat er sich darum bemüht, die Position Neumarkts gegenüber den Bahnverantwortlichen darzustellen und auf ein Beibehalten von Neumarkt als Haltepunkt für Fernzüge zu drängen.

Dabei war er sowohl beim DB-Unternehmensbereich Personenverkehr Süddeutschland in München als auch an anderen Stellen vorstellig geworden. Zuletzt hatte er dazu Gespräche am 5.11.2003 in Berlin in der Konzernzentrale der Bahn geführt. Auf diese Gespräche bezieht sich Oberbürgermeister Karl nun in einem Schreiben an das Konzernvorstandsbüro. Darin heißt es im Hinblick auf den Ersatz des IC- Paares 2121 und 2123 durch ein ICE-Paar und den damit wegfallenden Halt in Neumarkt: "Auf diese Weise wird die Stadt Neumarkt von diesen Fernzügen abgeschnitten und in eine gewisse "Provinzialität" entlassen."

Darum solle die Konzernführung noch einmal die Entscheidung überdenken, schließlich sei Neumarkt "der einzige Halt auf einer Strecke von 100 Kilometern": Er geht dabei davon aus, dass "auch die Deutsche Bahn an einer Verflechtung in die Fläche hinein durchaus Interesse haben muss." Oberbürgermeister Karl stellt den Bahnverantwortlichen gegenüber klar, dass das "jetzige Abhängen der Stadt Neumarkt von den Fernlinien der Bahn hier in Neumarkt niemand verstehen" würde.

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