Jetzt mit Blaulicht
NEUMARKT.
Die "BRK-Ersthelfer vor Ort", die es zum Beispiel im Landkreis Neumarkt in Dietfurt gibt, dürfen künftig mit Blaulicht und Martinshorn zum Einsatz fahren ! Die Neuregelung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums wird vom Roten Kreuz begrüßt, heißt es in einer Presse-Mitteilung.
"Helfer vor Ort" dürfen nach Bekanntgabe des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren und des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie zukünftig mit Blaulicht zu ihren Einsätzen fahren. Damit können die feiwilligen Ersthelfer des Bayerischen Roten Kreuzes , die verteilt in ganz Bayern an rund 150 verschiedenen Orten stationiert sind, schneller zum Einsatzort kommen.
"Eine Entscheidung", die nach den Worten von Landesgeschäftsführer Armin Bauer "längst überfällig war". Nach Angaben Bauers hält das Bayerische Rote Kreuz in seinem Konzept zum Rettungsdienst viele zusätzliche ehrenamtliche Dienste vor. "Endlich haben unsere hochmotivierten freiwilligen Helfer Klarheit und Rechtssicherheit darüber, dass sie mit Sondersignal zum Einsatzort fahren dürfen".
So unterstützen die sogenannten "Helfer vor Ort" den Rettungsdienst Bayern vorwiegend in ländlichen Regionen und kommen besonders dort zum Einsatz, wo die gesetzliche Hilfsfrist nicht immer gesichert ist, weil die vorgeschrieben Fahrtzeiten zum Beispiel wegen Eis und Schnee nicht immer eingehalten werden und somit längere Wartezeiten für die Patienten entstehen können.
Die Ersthelfer des Bayerischen Roten Kreuzes sind ausgebildete Sanitäter und mit entsprechendem medizinischem Equipment ausgestattet. Sie rücken zusätzlich zu Rettungswagen und Notarztfahrzeugen erst dann aus, wenn sie über die 26 Rettungsleitstellen alarmiert werden.
Die Helfer vor Ort des Bayerischen Roten Kreuzes haben die Aufgabe, lebensrettende Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes vorzunehmen. Damit kann die therapiefreie Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes deutlich verkürzt werden.
80 Prozent aller Fahrzeuge der Helfer vor Ort sind verbandseigene Fahrzeuge Bayerischen Roten Kreuzes, bei den restlichen 20 Prozent kommen Privatfahrzeuge zum Einsatz. Die Alarmierung der Helfer vor Ort wurde mit den Rettungszweckverbänden vereinbart und von diesen genehmigt.
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