Pöllinger Kreisverkehr ist förderfähig

NEUMARKT. Die für die Umgehungsstraße im Stadtteil Pölling vorgesehene Kreisverkehrslösung ist förderungsfähig. Dies geht aus einem Schreiben der Regierung der Oberpfalz hervor, das bei der Stadt jetzt eingegangen ist.

Auch die Regierung sieht in einem Kreisverkehr eine Lösung, die gegenüber der ursprünglichen Planung mehrere Vorzüge bietet. Als Vorteile führt die Regierung an, dass dadurch die "bestmögliche Entwicklung des Ortsteils Pölling" gewährleistet sei. Außerdem bedeute dies eine "Minimierung der mit der Maßnahme verbundenen Umweltbeeinträchtigungen" sowie die "Minimierung der Eingriffe in die landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsverhältnisse". Darüber hinaus erweist sich der Kreisverkehr auch als kostengünstiger. So werden dadurch voraussichtlich rund 1,8 Millionen Euro eingespart. Die Stadt hofft, dass die Bauarbeiten für die Umgehungsstraße demnächst beginnen können.

Ein Kreisverkehr war von Anfang an vom Stadtrat als ideale Lösung angesehen worden. Ein Gutachten von Professor Harald Kurzak hatte jedoch die Aufnahmefähigkeit des Kreisverkehrs auf Dauer verneint, womit diese Lösung nicht förderungsfähig gewesen wäre. Stattdessen musste die Stadt auf eine höhenfreie Lösung umschwenken.

Erneut ins Gespräch hatte Oberbürgermeister Alois Karl die Kreisverkehrslösung im September letzten Jahres, nachdem die neuen Zahlen aus der Verkehrszählung vom Juli 2002 vorlagen. Zusammen mit Stadtbaumeister Müller-Tribbensee und dem Mitarbeiter im Tiefbauamt Martin Hollweck stellte er erste grobe Berechnungen an, die darauf hinaus liefen, dass die früheren Hochrechnungen im Hinblick auf den Kreisverkehr für das Jahr 2015 hinfällig sein könnten.

Denn aus den Zählungen an 51 Punkten der Stadt hatte sich nun für die Pöllinger Umgebung eine geringere Anzahl an Fahrzeugen täglich ergeben. In mehreren Nachtschichten arbeitete das Tiefbauamt deshalb eine detaillierte Berechnung auf der Grundlage der neuen Zahlen aus. Darüber hinaus bereitete es neue Pläne für eine verbesserte Kreisverkehrslösung vor, die Oberbürgermeister Karl in ersten Strichen skizziert hatte und die sogenannte "Bypässe" vorsieht, mit denen der Kreisel bei Bedarf erweitert werden kann.

Bei den Berechnungen ergab sich, dass die Zahl der Fahrzeuge für die Pöllinger Umgehung im Jahr 2015 nicht bei 33.750 wie ursprünglich angenommen, sondern höchstens bei 27.000 liegen wird. In einem neuen Gutachten konnte Professor Dr. Kurzak nun die Aufnahmefähigkeit des Kreisverkehrs bestätigen, die er im früheren Gutachten wegen des zu hohen Verkehrsaufkommens noch verneinen musste. Auf dieser Grundlage hat nun auch die Regierung die Förderfähigkeit anerkannt und die Vorteile des Kreisverkehrs bestätigt.

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