"Tag der Solarenergie"

NEUMARKT. Mit dem Thema Sonne als Energiequelle befasst sich der in diesem Jahr erstmals im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen begangene "Tag der Solarenergie" am Sonntag, 22. Juni 2003.

Ab 13 Uhr gibt es viel Wissenswertes rund um die unerschöpfliche und unersetzliche Sonnenenergie, die schon unsere Vorfahren für ihre Behausungen und die Landwirtschaft nutzten, indem sie beispielsweise die Anordnung von Wohnraum und Stall danach ausrichteten.

Heute kann man diese Energie durch Photovoltaik- und Thermosolaranlagen umwandeln und speichern, so dass immer mehr auf diese Energiequelle zurückgegriffen wird. Auch das Oberpfälzer Freilandmuseum nutzt die Sonne als Energielieferanten und besitzt seit einigen Jahren Möglichkeiten für die Ausnutzung der Sonnenenergie.

Mit dem Tag der Solarenergie möchte das Museum des Bezirks Oberpfalz einerseits diese neue Möglichkeiten vorführen und andererseits ein buntes und unterhaltsames „sonniges“ Programm für die Besucher bieten.

Dabei unterstützen das Museum wichtige Partner: Die Arbeitsgruppe Agenda 21 im Landkreis Schwandorf, das Forstamt Pfreimd, die Gartenfachfrauen im Landkreis Schwandorf, Rudolf Sommer, der Betreiber der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Museums-Ausstellungsgebäudes, zeigen im Betriebshof südlich des Ausstellungsgebäudes, wie Sonnenenergie nutzbar gemacht werden kann.

Was die Sonne sonst noch alles kann, wird im Naabtaldorf gezeigt: Die Sonne wird Würstl grillen und Kartoffelsuppe kochen. Die Besucher können den komplizierten Vorgang der Photosynthese anhand von Experimenten nachvollziehen und verstehen. Rapsöl wird gepresst und darf probiert werden, denn dieser nachwachsende Rohstoff bringt Autos zum Fahren und findet gleichzeitig in der Küche Verwendung.

Alle Pflanzen brauchen die Sonne. Das erfahren die Kinder, die mit den Gartenfachfrauen Pflanzen eintopfen dürfen und auch sonst zum Thema Sonne allerhand basteln können.

Da der „Johannistag“ näher rückt, können die Museumsbesucher Pflanzen kennen lernen, die mit diesem Tag in Verbindung gebracht werden und besonders von der Sonne profitieren. Das Johanniskraut zum Beispiel, eine der wenigen auch von der Schulmedizin anerkannten Heilpflanzen, und die Johannisbeere. Ein guter Tropfen Johannisbeerwein darf verkostet werden.

Aber auch der Holunder steht in dieser Zeit in voller Blüte. Was liegt da näher als ein paar Holunderküchl zu backen? Zum Thema Holunder beginnt um 15.00 Uhr im Naabtaldorf eine Führung von Gerlinde Ott.

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