Wettbewerb für Stadthalle

NEUMARKT. Für den Bau einer Stadthalle soll ein Wettbewerb ausgeschrieben werden, weil er für die Stadt von zentraler Bedeutung sei, hieß es in der Stadtratssitzung am Dienstag. Der Wettbewerb soll in zwei Phasen durchgeführt werden. Nach einem Preisgerichtsdurchgang wird die Teilnehmerzahl auf 50 reduziert. Dann erst erfolgt eine Ausarbeitung der Wettbewerbspläne.

Am Rande der Sitzung kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Grünen-Stadtrat Gloßner und Oberbürgermeister Alois Karl. Gloßner warf der CSU vor, "nur Schrott" abzuliefern, und verstieg sich zur Behauptung, in der CSU sei "kein Platz für Menschen mit Hirn". Die Lage entspannte sich etwas, als Karl vorschlug, Gloßner solle in die CSU eintreten, und Gloßner erwiderte, er werde das tun, wenn Karl zuvor austrete.
Gloßner nahm übrigens später seinen Satz zurück und wollte das "Hirn" mit "Rückgrat" ersetzt wissen, "nehmen Sie das ruhig als Entschuldigung".

Ursula Plankermann (SPD) erklärte, ihre Partei werde nicht zustimme, weil man den Standort am Unteren Tor für falsch halte. Die SPD sei aber grundsätzlich natürlich für eine Stadthalle.

Die Gesamtkosten des Wettbewerbs, der im Juni beginnen soll, belaufen sich auf rund 210 000 Euro.

Nach der Zustimmung des Stadtrates gegen die Stimmen der SPD, Flitz, Grünen und Teilen der UPW wurde die Zusammensetzung des Preisgerichts festgelegt, in dem neben international bekannten Architektur-Kapazitäten auch Vertreter der Regierung und der Stadtbaumeister sitzen sollen.

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