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NEUMARKT. Regensburg: Drastischer Anstieg der Fahrraddiebstähle veranlasst zum Handeln Fahrradpass hier downloaden... (10 K - PDF-Datei) Im Stadtgebiet Regensburgs sind die Fahrraddiebstähle von 923 (2001) auf 1211 (2002) und damit um 288 (+ 31,2 %) gestiegen. Nachdem sie zum Bereich der Straßenkriminalität gehören, die damit logischerweise auch gestiegen ist , gilt es diese Zahl zu relativieren. Jegliche Art von Straftaten - im öffentlichen Raum begangen - finden sich darunter. Autoaufbrüche, Raubüberfälle auf Passanten und Körperverletzungsdelikte werden ebenfalls hier erfasst. In Zahlen ausgedrückt heißt dies, dass unter den 3544 relevanten Straftaten der Straßenkriminalität des Stadtgebiets 1211 Fahrraddiebstähle aufgelistet sind. Jede 12. Straftat (8,4 %) der Gesamtkriminalität der Stadt ist ein Fahrraddiebstahl Dies sei zum besseren Verständnis erläutert.
Eine weitere Zunahme der Fahrraddiebstähle will die Polizeidirektion Regensburg verständlicher Weise verhindern und die jetzige Aufklärungsquote, die bei lediglich 4 % liegt, steigern. Zum 01.04.2003 beginnt die deshalb eingerichtete “Arbeitsgruppe (AG) Velo” ihre Arbeit. Deren Ziel ist es, die Zahl der gemeldeten Fahrraddiebstähle drastisch zu reduzieren. Dazu werden sie die Taten im Hinblick auf Tätertypus, tatrelevante Zeiten und Orte sowie Vorgehensweisen und Schwerpunkte analysieren. Wie viele der angezeigten Diebstähle sind - aus welchen Gründen auch immer - vorgetäuscht? Inwieweit spielt der Versicherungsbetrug eine Rolle? Regensburgs Polizei ist sich bewusst, dass nur durch die Zusammenarbeit aller tangierten Institutionen (Hersteller - Händler - Käufer - Polizei) die Eindämmung, bzw. die Aufklärung realisierbar ist.
Für die Hersteller bedeutet dies, klar erkennbare Individualnummern an den Rädern anzubringen (Rahmensitzrohr, Unterseite des Tretlagers, Gepäckträgerplatte). In die Verantwortung genommen sind dann die Zweiradhändler. Auch auf deren Bereitschaft, den Diebstahl von Fahrrädern zu minimieren, setzen die Polizeibeamten. Ziel soll es dabei sein, dass bereits beim Kauf eines Rades die entsprechenden Daten (Rahmennummer/Individualdetail) in die Rechnung oder die Garantiekarte eingetragen werden. Die polizeiliche Präventionsbroschüre zum Thema “Fahrraddiebstahl” soll auch in den Zweiradgeschäften aufliegen um dem “stolzen” Besitzer eines neuen Rades Hinweise und Tipps zur Eigentumssicherung zu geben.
Der “Radleigentümer” selbst ist natürlich auch gefordert. Beim oft vierstelligen Preis des Rades sollte die qualitativ beste Sicherungsmöglichkeit gekauft und fortan auch benutzt werden. Diese Checkliste (Fahrradpass) sollte vor der ersten Radtour ausgefüllt, und ein Foto des “Bikes” angefertigt werden. Es empfiehlt sich diese Informationen mit der Rechnung und der Garantiekarte abzulegen.
Um dem Bürger nähere Informationen zur Sicherung des Fahrrades an die Hand zu geben, werden in den nächsten Tagen auf den Polizeidienststellen, sowie bei den die Aktion unterstützenden Zweiradhändlern und Banken im Stadtgebiet, entsprechende Broschüren und Aufkleber des Bayer. Landeskriminalamtes aufgelegt. Mit angepasstem personellen und zeitlichen Aufwand wird die PD Regensburg versuchen, die Zahl der Fahrraddiebstähle durch Überwachungen und Kontrollen zu verhindern. Die angezeigten Diebstähle werden akribisch hinterfragt mit dem Ziel der Aufklärung bzw. deren Zahl einzudämmen.

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