Arbeitslosenquote stieg auf 5,9 ProzentNEUMARKT. Die Arbeitslosenquote im Landkreis Neumarkt hat sich im November im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent erhöht. Das ist deutlich mehr als die Quote vor einem Jahr: Damals waren nur 5,2 Prozent der Bevölkerung arbeitslos. Sorgen bereitet dem Arbeitsamt vor allem die geringe Zahl der Arbeitsstellen-Angebote von Seiten der Unternehmer.Im November 2002 hatten sich 706 Männer und Frauen bei der Geschäftstelle in Neumarkt arbeitslos gemeldet, 24 mehr als im Oktober. Nachdem andererseits 540 Personen im Berichtsmonat ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, waren Ende November 3.750 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Dies sind 440 Arbeitslose mehr als im November 2001. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Geschäftsstellenbezirk Neumarkt deshalb um 0,3 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent. Die Quote vor einem Jahr lag bei nur 5,2 Prozent. Im November wurden 160 Stellen neu zur Besetzung gemeldet. Am Monatsende standen noch knapp 550 Stellen in der Geschäftsstelle Neumarkt für eine Besetzung offen. Die Zahl der Kurzarbeiter ging von 297 Personen im Oktober 2002 auf 237 Personen im November 2002 zurück. Vor einem Jahr gab es nur 76 Kurzarbeiter. In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen waren 33 Personen beschäftigt. Im Vormonat gab es 37 Personen; im November des Vorjahres 58 Personen in ABM. Ende November waren im gesamten Arbeitsamtsbezirk Regensburg 16.300 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet. Dies sind im Vergleich zum November des Vorjahres 1.320 Personen oder rund 9 Prozent mehr. Damit hat sich der lange anhaltende Trend des Anstiegs der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr auch im November 2002 fortgesetzt. Betrachtet man den Bestand der Arbeitslosen jeweils im November in den letzten 20 Jahren, ist der Wert vom November 2002 in der Negativbilanz an dritter Stelle. Nur im Jahre 1996 mit 17.358 Arbeitslosen und 1997 mit 17.776 Arbeitslosen war der Bestand an arbeitslosen Männern und Frauen im Arbeitsamtbezirk Regensburg höher. Hans Werner Walzel, der Leiter des Regensburger Arbeitsamtes, bewertete diese Entwicklung wie folgt: "Dass am Anfang des Winters 2002/2003 die üblichen Entlassungen in den saisonabhängigen Branchen sich eher negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken, war zu erwarten und überrascht mich nicht. Besorgniserregend ist eher die seit Monaten festzustellende abwartende Haltung der Arbeitgeber, die sicherlich auch auf die allgemeine Konjunkturschwäche zurückgeführt werden kann. Dies brachte im Vergleich zum November 2001 ein um fast 40 Prozent geringeres Angebot an offenen Stellen dem Arbeitsamt Regensburg und den Geschäftsstellen in Kelheim und Neumarkt." Seit Jahresbeginn 36.500 Arbeitslosmeldungen Im Regensburger Arbeitsamtsbezirk meldeten sich im Berichtsmonat 3.290 Männer und Frauen arbeitslos. Damit sind seit Jahresbeginn 36.500 Zugänge an Arbeitslosen zu verzeichnen, das sind 3.300 mehr als in den ersten elf Monaten des Vorjahres. Im November 2002 konnten knapp 2.800 Betroffene ihre Arbeitslosigkeit beenden, so dass am Monatsende fast 500 Arbeitslose mehr gemeldet sind als Ende Oktober. Arbeitslosenquote bei 6,0 Prozent Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat erhöhte auch die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte binnen Monatsfrist. Im Vormonat lag die Arbeitslosenquote bei 5,8 Prozent. Im November des Vorjahres lag die Quote nur bei 5,6 Prozent. Die Arbeitslosenzahl stieg bei den Langzeitarbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 1,1 Prozent auf nunmehr 3.770 Personen. Im Vorjahresmonat waren es allerdings noch 3.970 Langzeitarbeitslose. Erfreulich ist, dass sich bei den Jugendlichen (Alter unter 20 Jahre) die Arbeitslosenzahl um 11 Prozent im Vergleich mit dem Vormonat verringerte. Stellenangebote lassen auf sich warten Die beim Arbeitsamt Regensburg eingehenden Meldungen von unbesetzten Arbeitsplätzen sind im Berichtsmonat gering ausgefallen. Den Regensburger Dienststellen wurden im November von den Betrieben und Verwaltungen nur 774 Stellen zur Besetzung angeboten. Zum Monatsende ergab sich noch ein Bestand von 2.129 Stellen (darunter 237 für Teilzeitarbeit) für eine Besetzung, 330 weniger als im Vorjahr und über 600 Stellen oder 22 Prozent weniger als im Oktober dieses Jahres. Gegenüber dem November 2001 hat sich der Bestand an offenen Stellen für Teilzeitjobs um fast 25 Prozent verringert. Mit dem Bestand von 2.129 offenen Stellen ist dies das geringste Stellenangebot in einem Novembermonat in den letzten 5 Jahren im Arbeitsamtsbezirk Regensburg. Weniger Kurzarbeiter und weniger ABM Die Zahl der Kurzarbeiter hat sich im November 2002 mit 543 Personen weiter verringert. Im Oktober 2002 waren noch 756 Arbeitnehmer von Kurzarbeit betroffen. Im Vorjahresmonat gab es 2.642 Kurzarbeiter im Arbeitsamtsbezirk Regensburg. In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) waren 143 Personen tätig. Im Vormonat waren es noch 155 Personen (Vorjahresmonat: 247 Personen) |
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