Neumarkter raste in das Stau-Ende !

NEUMARKT.Ein Autofahrer aus dem Landkreis Neumarkt trägt offenbar die Hauptschuld an der katastrophalen Massenkarambolage am Samstag auf der Autobahn bei Nittendorf (wir berichteten). Der 44jährige Mann raste mit überhöhter Geschwindigkeit in den durch einen kleineren Unfall entstandenen Stau. Dabei erlitten zwei Kinder schwerste verletzungen; ihre Eltern wurden schwer verletzt. Insgesamt wurden bei dem Serienunfall vermutlich sieben Personen schwer und elf Menschen leicht verletzt.

Am Samstag gegen 11.25 Uhr, kam es auf der A 3, kurz vor der AS Nittendorf in Fahrtrichtung Regensburg zu einem Verkehrsunfall zwischen einem BMW und einem Mercedes. Dabei wurde eine Mitfahrerin im BMW leicht verletzt.
Im Rückstau ereigneten sich noch drei weitere Unfälle, bei denen drei Insassen schwer und eine Person leicht verletzt wurden.
Der folgenschwerste Unfall wurde um 11.50 Uhr gemeldet. Nachdem mehrere Fahrzeuge bereits zum Stehen gekommen waren, fuhr ein 44jähriger aus dem Landkreis Neumarkt stammender Mann mit seinem Audi A 6 infolge überhöhter und den Witterungsverhältnissen nicht angepasster Geschwindigkeit trotz eingeleiteter Vollbremsung auf die vor ihm stehenden Fahrzeuge auf. Hierbei wurden insgesamt 9 weitere Fahrzeuge z. T. erheblich beschädigt.
Ein 3- und ein 11-jähriges Kind aus Ungarn wurden bei diesem Unfall schwerst verletzt. Die 33-jährige Mutter der beiden Kinder wurde als Beifahrerin im Pkw eingeklemmt u. musste mit schweren Verletzungen von der Feuerwehr mit dem Rettungsspreitzer aus dem Fahrzeug befreit werden. Der 34-jährige Vater erlitt ebenfalls schwere Verletzungen.
In den anderen Fahrzeugen erlitten 10 weitere Insassen im Alter von 1 Jahr bis zu 64 Jahren leichtere Verletzungen.
Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 120.000 Euro.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde zur genauen Klärung der Unfallursache ein Gutachter hinzugezogen.
Soweit nachzuvollziehen wurden jeweils die vorhandenen Sicherheitsgurte bzw. Kindersicherungen benutzt.
Die Sperrung der BAB A 3 dauerte bis gegen 15.25 Uhr. Am Unfallort waren neben 9 Streifenbesatzungen und einem Polizeihubschrauber 6 Notarztbesatzungen, 1 Leitender Notarzt, 1 Rettungshubschrauber sowie die Feuerwehren der umliegenden Gemeinden eingesetzt. Die Verletzten wurden in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert. Mitinsassen, die sich unverletzt an der Unfallstelle befanden, wurden durch die Feuerwehr im Feuerwehrhaus Undorf untergebracht und mit Nahrung und heißen Getränken versorgt.
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