Krankenhaus: Führt neues Gesetz zu Personalabbau ?

 

NEUMARKT. Das Vorschaltgesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung mit der vorgesehenen Nullrunde auch für die Krankenhäuser führt nach Meinung von Landrat Albert Löhner zu einem massiven Eingriff in die Versorgungsstruktur und in die Vorhaltung von Qualität für die Patienten der bayerischen Kreiskrankenhäuser, auch des Klinikums Neumarkts und des Kreiskrankenhauses Parsberg.

„Als Folge der derzeitigen Gesetzgebung und der restriktiven Verhandlungspolitik der Krankenkassen gehen wir allein in Neumarkt von über 1,5 Millionen Euro nicht refinanzierbarem Kostenzuwachs im kommenden Jahr aus!“, erklärte Löhner.

Bei einer zu erwartenden Kostensteigerung von 5 Prozent allein im Personalsektor, der vier Fünftel der Gesamtkosten betrifft, könnten die Mindererlöse nur durch einen entsprechenden Personalabbau ausgeglichen werden. Damit würde aber der hohe Qualitätsstandard nicht mehr gehalten werden. Eine weitere Rationierung der Gesundheitsleistungen für die Patienten wäre die zwingende Folge. Dazu würde die Arbeitssituation in den Krankenhäusern aufs äußerste angespannt, da die verbleibenden Beschäftigten noch mehr zu leisten hätten.

"Das Vorschaltgesetz wirkt sich für die Krankenhäuser verheerend aus. Auch wir werden uns trotz aller Bemühungen diesen negativen Vorgaben nicht ganz entziehen können und in den nächsten Jahre eine äußerst schwierige Situation meistern müssen", zeigt sich Landrat Albert Löhner entsetzt über die Politik der Bundesregierung.

Er will daher noch im November intensiv mit dem Krankenhausausschuss beraten, wie der Landkreis mit dieser prekären Situation umgehen wird. Dazu soll ein Sofortprogramm zur weiteren Optimierung der Betriebsabläufe für die nächsten 12 bis 18 Monaten erarbeitet werden.

 


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